Weihnachten

Weihnachten ist ein Fest mit heidnischem Ursprung, lehren die Zeugen Jehovas, und deshalb darf man es nicht feiern. Das war nicht immer so. Aber mit sogenanntem helleren Licht kam der Leitenden Körperschaft die Erkenntnis, dass es ein gutes Instrument ist, die Schäfchen zu kontrollieren.

Schon ganz kleine Zeugenkinder wissen, dass es eine schwere Sünde ist, ein Plätzchen anzunehmen, ein Weihnachtslied zu summen, den Duft von Tannen und Kerzen schön zu finden oder die glitzernden Kugeln zu bestaunen. Alles Teufelszeug.

Man beweist sein Loyalität zu Jehova, wenn man sich ausgrenzt. Lehrern und Erziehern bereitet das Streß. So züchten die Zeugen Jehovas Nachwuchs mit psychischen Problemen. Manches Kind, dass sich als Zeuge Jehovas taufen läßt, weil es dem ständigen Druck nicht widerstehen kann, ist nach seinem Ausstieg weitestgehend lebensuntüchtig. Eine Belastung unserer Gesellschaft. Lebt wahrscheinlich von Hartz IV.

Bis es das Trauma der Sektenzugehörigkeit verarbeitet hat, können Jahrzehnte vergehen. Auch Jahre nach dem Ausstieg ist es problematisch Weihnachten zu feiern. Wer es von jenen tut, nur mit Unbehagen. Es bleibt immer ein übler Beigeschmack.

Wenn die Zeugen Jehovas etwas erreicht haben, dann, dass ehemalige Zeugen Jehovas nicht mehr unbeschwert feiern können. Das ist so ähnlich wie die Jungfrau, die entjungfert wurde. Es gibt kein zurück.

Ich wünsche allen Ehemaligen, Abtrünnigen, geteilten Häusern und Zweiflern den Mut diese besinnliche Zeit unabhängig von Christbräuchen und Heidentum zu genießen. Macht es euch einfach nur schön und schaut, was euch gut tut.

Fröhliche Weihnachten.

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Über Ricarda

Ich war 15 jahre lang eine Zeugin Jehovas und helfe seit 2004 Zeugen Jehovas beim Ausstieg und der Verarbeitung ihrer Sektenzugehörigkeit. Daneben beantworte ich gern alle Fragen rund um die zeugen jehovas, helfe Menschen, die sich von Zeugen Jehovas belästigt fühlen und solchen Personen, deren Angehörige bei den Zeugen sind oder Gefahr laufen in die Sekte zu geraten.

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Gemeinschaftsentzug, Religionsfreiheit, Zeugen Jehovas abgelegt und mit , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Kommentare zu Weihnachten

  1. offthehook sagt:

    Ich muss sagen, dass ich erstmalig seit meinem Ausstieg vor 11 Jahren Weihnachten nicht mit gemischten (negativen) Gefühlen in Verbindung bringe…

  2. Ricarda sagt:

    Hallo Offtehhook,

    mir geht es ganz genauso. Habe ich im letzten Jahr Weihnachten noch mitgefeiert, um meinem Kindern, Schwiegertochter und Enkel eine Freude zu machen, so freue ich mich jetzt das erste Mal wieder richtig darauf. Ohne Jesus, Krippe und Weihnachtslieder, dafür aber mit Weihnachtsmann und Rudolph, dem Rentier und einem aufgeregten Enkelkind, dass sich auf Weihnachtsbaum und Geschenke freut.

    Und ganz ohne schlechtes Gewissen!

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