Ursula Caberta – antispirituelle Obssesion auf Staatskosten?

Ursula Caberta hat mal wieder zugeschlagen. Nachdem man die Arbeitsgruppe Scientologie aufgelöst und in die Zuständigkeit des Verfassungsschutzes gelegt hat, stürzt sich Caberta nun auf die Esoterik-Szene.

Seit Jahren beanstande ich, dass diese Frau sich Sektenbeauftragte nennen darf. Ihre Obssesion hat schon zu Zeiten der Arbeitsgruppe Scientologie unnötig Geld gekostet. Von einem Sektenbeauftragten sollte man erwarten dürfen, dass er ein Grundverständnis für religiöse Fragen, das Bedürfnis nach Spiritualität oder Fragen religiöser Texte hat. Das alles bringt Caberta nicht mit. Angesiedelt bei der Behörde für Inneres sieht Caberta die Welt durch die Verfassungsschutzbrille.

Ich fordere schon lange, den Sektenbeauftragten der Stadt Hamburg bei der Behörde für Familie anzusiedeln. Inhaltlich sollte die Betreuung von Aussteigern, Jugendlichen, Familienmitgliedern von Sektenangehörigen stehen und die Aufklärung an Schulen. Wer aus einer Sekte aussteigt, hat Fragen wie: „Liebt Gott mich dann nicht mehr? Verwirft mich Jesus? Muss ich Angst vor dem Tod und dem Jüngsten Gericht haben? Werden meine Gebete noch erhört, wenn ich die Sekte verlasse? Usw.“ Für all diese Fragen war Frau Caberta noch nie ein kompetenter Gesprächspartner.

Ich werfe Frau Caberta aber auch ganz konkretes Versagen in ihrem Amt vor. Sie wurde von mir mit Unterlagen über sexuelle Fälle von Missbrauch bei den Zeugen Jehovas und mit dem geheimen Gebt-acht-Buch versorgt. Trotz mehrfacher Nachfrage, auch bei ihrem Vorgesetzten, erfolgte keine Reaktion, nicht einmal eine Eingangsbestätigung. So stelle ich mir eine verantwortungsvolle Arbeit der Sektenbeauftragten der Stadt Hamburg nicht vor!

Mit ihrem neuen Vorpreschen löst Caberta nun eine längst überfällige Diskussion um ihre Person aus.

Wenn Frau Caberta meint, Fliege dürfe kein Weihwasser verkaufen, warum dürfen es dann die Kirchen? Wenn Fliege dem Wasser keine Hand auflegen darf, um es zu segnen, warum dürfen dann Bachblüten verkauft werden, warum dürfen Pastoren und Priester überhaupt segnen? Wenn Nena nicht zu Spiritualität aufrufen darf, warum verbietet Frau Caberta nicht Religiösität und Spiritualität insgesamt? Will sie die etablierten Kirchen stärken, weil denen die Schäfchen davon laufen? Oder will sie die Religionsfreiheit abschaffen? Dann wäre ihr Vormarsch ein Angriff auf unsere Grundrechte.

Ich finde, hier ist dringender Klärungsbedarf. Was will Caberta eigentlich? Sind ihre Methoden geeignet oder contraproduktiv? Und warum muss der Steuerzahler ihre Obssesion finanzieren?

Ich bin gespannt, wie die Hamburger reagieren werden.

Diesen Artikel mit anderen teilen : Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • Twitter
  • XING
  • Facebook
  • LinkedIn
  • Google Bookmarks
  • Live-MSN
  • MySpace
  • MisterWong
  • Webnews
  • email
  • Print

Über Ricarda

Ich war 15 jahre lang eine Zeugin Jehovas und helfe seit 2004 Zeugen Jehovas beim Ausstieg und der Verarbeitung ihrer Sektenzugehörigkeit. Daneben beantworte ich gern alle Fragen rund um die zeugen jehovas, helfe Menschen, die sich von Zeugen Jehovas belästigt fühlen und solchen Personen, deren Angehörige bei den Zeugen sind oder Gefahr laufen in die Sekte zu geraten.
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Kindheit, Religionsfreiheit, Sektenausstieg abgelegt und mit , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Ein Kommentar zu Ursula Caberta – antispirituelle Obssesion auf Staatskosten?

  1. Dieter Hornemann sagt:

    Ich blicke überhaupt nicht mehr durch, nach welchen Kriterien die Behörden urteilen und was damit bezweckt werden soll. Wehe denjenigen, die keine Lobby haben und nicht organisiert sind!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.