watchtower victims memorial day – heute 26.07.2016

 

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HEUTE,  am Di., den 26. Juli 2016,
begehen auf der ganzen Welt
ehemalige Zeugen Jehovas den watchtower victims memorial day.

Da viele Bürger, besonders aus der ehemaligen DDR die englische Sprache nicht beherrschen, habe ich mir erlaubt einen deutschen Begriff zu prägen,
den Wachtturm-Opfer Gedenktag.

 

Worum geht es dabei ?

An diesem Tag denken ehemalige Zeugen Jehovas
an die Opfer der Wachtturm-Gesellschaft.

Dazu zählen Menschen, die sich das Leben genommen haben,
weil sie den Druck durch die Organisation nicht ausgehalten haben.

Sie denken aber auch an ihre Verwandten, die noch immer aktive Zeugen Jehovas sind und keinen Kontakt zu ehemaligen Zeugen Jehovas haben dürfen.
Sie dürfen sie weder grüßen, noch mit ihnen essen, nicht telefonieren oder SMS schreiben.

Die Organisation behauptet, das sei eine Gewissensentscheidung.
Tatsächlich jedoch droht jedem, der den Kontakt nicht abbricht,
ebenfalls der Ausschluss.

So legen einige ehemalige Zeugen Jehovas, am heutigen Tag,
Blumen vor dem Königreich-Ssaal nieder, im Gedenken an Verwandte,
die dort die Versammlung besuchen, die aber keinen Kontakt haben dürfen.
Andere schreiben Trauerkarten oder machen Videobotschaften.

Das erste Video heute:

Das nächste Video von Uwe:

Ich wünsche uns allen
.                        einen erfolgreichen watchtower victims memorial day,
damit die Botschaft, dass dieses Kontaktverbot menschenverachtend ist,
in der ganzen Welt bekannt wird.
.     Margit Ricarda Rolf
– Zeugen Jehovas – Ausstieg –
.             Mein Beitrag

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#wachturmopfergedenktag

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Über Ricarda

Ich war 15 jahre lang eine Zeugin Jehovas und helfe seit 2004 Zeugen Jehovas beim Ausstieg und der Verarbeitung ihrer Sektenzugehörigkeit. Daneben beantworte ich gern alle Fragen rund um die zeugen jehovas, helfe Menschen, die sich von Zeugen Jehovas belästigt fühlen und solchen Personen, deren Angehörige bei den Zeugen sind oder Gefahr laufen in die Sekte zu geraten.
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8 Kommentare zu watchtower victims memorial day – heute 26.07.2016

  1. Tobias Baltus sagt:

    Mit Familienangehörigen, die mich auf Verlangen irgendeines Vereins meiden (mir „die Gemeinschaft entziehen“, wie es bei den Zeugen Jehovas heißt, richtig?) würde ich folgendermaßen umgehen: Ich würde deren überhebliche Verachtung mit Gleichgültigkeit quittieren und mein eigenes Leben leben. Dadurch würde ich ihnen und auch dem ganzen ZJ-Verein zu verstehen geben, dass ich mich durch ihr Vermeidungsverhalten nicht unter Druck setzen lasse, wieder zu ihnen als „verlorener Sohn“ zurückzukommen.
    Sollte meine liebe Famile eines Tages aber doch bei mir angekrochen kommen, weil sie von mir irgendetwas brauchen, und sei es nur emotionale Zuwendung, dann würde ich ihnen nicht dankbar um den Hals fallen, sondern mich ihnen gegenüber distanziert verhalten und sie wie Wildfremde behandeln, sie sogar siezen. Ich würde sie fragen: „Was wollen Sie von mir, der Geisteskranken und Dienerin Satans? Sie haben mich über Monate/Jahre hinweg gemieden und nicht mit mir geredet, warum soll ich jetzt mit Ihnen reden? Damals hat mich das sehr verletzt, aber mittlerweile habe ich verstanden, dass Ihr Verhalten das Ergebnis totalitär-ideologisch Bedingter Dummheit und Menschenverachtung ist. Würde ich den Kontakt zu ihnen wieder aufnehmen, wie kann ich mir dann sicher sein, dass Sie mir bei der nächsten Gelegenheit, wo es die Ältesten von Ihnen verlangen, nicht wieder ‚die Gemeinschaft entziehen‘? Ich möchte nämlich nicht wieder auf so eine Weise verletzt werden, wie damals, das verstehen Si doch wohl, oder? Wie kann ich überhaupt wissen, ob Sie noch unter dem Einfluß dieses Vereins stehen? Bevor ich überhaupt in Erwägung ziehe, mit Ihnen wieder Kontakt aufzunehmen, verlange ich von Ihnen, dass Sie sich von diesem Verein lossagen, indem Sie sich – ÖFFENTLICH! – bei mir für Ihr Verhalten entschuldigen!“

  2. waytodawn sagt:

    Hallo,
    zuerst einmal danke für die Werbung in Sachen Videos.
    Mein Bruder und ich schätzen das sehr.

    Den Punkt so „abgehärtet“ und abgeklärt zu sein, muss jemand erst einmal erreichen.
    Während der Zeit als Zeuge Jehovas wird das gesamte soziale Umfeld IN dieser Gemeinschaft aufgebaut. Dadurch entsteht eine gewisse Abhängigkeit und es gehört enorm viel dazu, sich davon zu lösen.

    Würde ich meine Verwandtschaft / ehemaligen Freunde mit offenen Augen blind empfangen? NEIN… auch ich denke ständig daran, diese mir doch fremd gewordenen zu siezen.

    Fakt ist aber, dass ich mich über diese Kontaktversuche eher vorsichtig freuen würde.

    Vielleicht schon aus dem grund, weil ich aus dieser Spirale der Verachtung ausbrechen möchte.

    Beste Grüsse

    Uwe Schöning

    • Ricarda sagt:

      Es besteht ein großer Unterschied zwischen Hineingeborenen und Gefischten. gefischte hatten ein leben vor den zeugen und können einfach umschalten und oft auf alte Freunde zurückgreifen. hineingeborene können das nicht. Sie betreten eine völlig neue Welt. Der nächste Unterschied besteht zwischen Hineingeborenen aus geteilten Häusern und denen, wo die ganze Familie drin ist. Im geteilten haus hat das Kind immerhin eine Vergleichsmöglichkeit.

      • waytodawn sagt:

        „Gefischte hatten ein Leben vor den Zeugen und können einfach umschalten…“

        Richtig… aber leider brechen viele Gefischte auch den Kontakt mit Aussenstehenden auf das Notwendigste ab – etwa wenn sie auf Unverständnis oder gar Kritik stoßen – man möchte sich ja verfolgt fühlen.

        Das geteilte Haus hat auf jeden Fall viele Vorteile – abhängig von der Familie kann der Informationsfluss trotzdem einseitig verlaufen.
        Kritische Gedanken und selbstständiges Denken haben bei meinem Bruder früher Wurzeln geschlagen als bei mir, obwohl wir beide dieses geteilte Haus hatten.

        Ich finde es gut, dass diese Unterschiede dennoch nochmal erwähnt werden. ZJ ist eben nicht immer gleich ZJ.

        • Ricarda sagt:

          Ich habe diesen Unterschied entdeckt, als wir ein Wochenende mit Aussteigern verbracht haben. Da waren Karl-Peter und ich, Peter und Kerstin dabei und ein paar andere. Wir haben in zwei Gruppen gearbeitet, Männer für sich, Frauen für sich. Hinterher haben wir die Arbeitsergebnisse verglichen. Wir Frauen waren es, denen auffiel, dass es einen erheblichen Unterschied zwischen Hineingeborenen und Gefischten gibt. Das haben wir in der Gruppe anschließend diskutiert. War ein tolles und intensives Wochenende.

    • Tobias Baltus sagt:

      Mein oben ausgeführter Gedanke war auch nur eine spontane Idee, kein fertig ausgereiftes Konzept für den Umgang mit noch in der Sekte verblieben Familienangehörigen, Verwandten und Freunden, die einem Abtrünnigen „die Gemeinschaft entziehen“. Ihre Kritik ist von daher sehr hilfreich, zumal da ich selber nie in diesem Verein drin war und deshalb auch überkeinerlei praktische Erfahrung verfüge wie Sie

      • Ricarda sagt:

        Wir freuen uns, wenn sich Nicht-Zeugen für das Schicksal der Aussteiger interessieren. Das bereichert die Diskussion ungemein, denn wir sind oft betriebsblind. Aussteiger kommen oft nicht auf die einfachsten Lösungen, weil sie in einem System sind.

        Die angelernten Mechanismen sind so tief verwurzelt, dass sie nur schwer abzulegen sind. Nichts ist schwerer zu ändern, als eine Gewohnheit.

      • waytodawn sagt:

        Sie haben meinen Hinweis garantiert nicht als Angriff verstanden, sollte ja auch keiner sein.
        Mit meiner jetzigen Frau hatte ich oft Gespräche, in denen sie Unverständnis zeigte – natürlich in erster Linie über das Verhalten meiner Verwandtschaft. Meine Mutter hat oft über meine Frau gesagt, sie könne als Aussenstehende sowieso nicht verstehen, was und warum etwas gemacht wird. Das ist der Knackpunkt und deshalb ist es gut, dass es nicht nur Aufklärer wie Margit Ricarda Rolf und Barbara Kohout gibt, sondern dass es auch Menschen wie Sie gibt, die sich informieren möchten.

        Vielen Dank dafür 🙂

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