Es ist einer Frau nicht gestattet – zu lehren…

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Ich hatte mal wieder eine Aufgabe und habe sie mit meinem Sohn bewältigt und einer Schwester. Wir gingen an ihre Haustür, es ging um die Liebe und ich machte die fehlende Liebe an sich und unter wahren Christen im Besonderen zum Thema. An die Aufgabe erinnere ich mich kaum. Es mag sein – Pausen – richtig eingeführt oder ähnliches. Ziemlich belanglos. An die Folgen dagegen erinnere ich mich sehr gut! Der Schulaufseher, mein Ziehvater Harald Schütte – kam sofort zu mir und nahm mich ins Gebet. Ich hätte die Versammlung über mangelnde Liebe belehrt und das stände einer Schwester nicht zu. Eine Schwester hat die Versammlung nicht zu belehren.

Ich erinnere mich noch, dass ich die Liebe als die vorzüglichste Eigenschaft Christi benannt habe und einen Mangel generell beanstandet habe, der sich durch Gastfreundschaft und Hilfe für Arme zeigt und Cliquenwirtschaft entgegen steht. Dass sich Harald aber dadurch selbst dermaßen angesprochen gefühlt haben würde, mich deswegen als Schwester ermahnen zu müssen, fand ich schon sehr grotesk.

In der Versammlung Lauenburg wurde Gastfreundschaft selten Außenseitern gewährt. Die Ältesten gluckten oft zusammen. Und wer hatte schon wirklich Interesse an geteilten Häusern? Anke und Gustav? Die lud doch keiner wirklich gern ein. Was für eine verlogenen Bande! Ich kassierte ein A! = arbeite daran.

Armer Harald.

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Über Ricarda

Ich war 15 jahre lang eine Zeugin Jehovas und helfe seit 2004 Zeugen Jehovas beim Ausstieg und der Verarbeitung ihrer Sektenzugehörigkeit. Daneben beantworte ich gern alle Fragen rund um die zeugen jehovas, helfe Menschen, die sich von Zeugen Jehovas belästigt fühlen und solchen Personen, deren Angehörige bei den Zeugen sind oder Gefahr laufen in die Sekte zu geraten.
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4 Kommentare zu Es ist einer Frau nicht gestattet – zu lehren…

  1. weber claudia sagt:

    war eine interessierte habe mich dann abgewandt,weil an mir rumkritisiert wurde ich sei nicht ordentlich genug im Haushalt,habe keine geeignete kleidung usw.bin geschieden und habe kein geld.Manchmal frage ich mich ob ich das richtige getan habe,weil ich mich nicht massregeln lassen wollte

  2. christel sagt:

    Seit meinem 12 LJ bin ich eine getaufte Zeugin Jehovas. Ich schätze den Glauben an Gott als den Schöpfer. Ich war aber jahrelang in meiner Familie Machenschaften unterworfen durch Mutter (gestorben) und Ehemann, ebenfalls getaufte Zeugen Jehovas, die mich an den Rand der Verzweifelung getrieben haben.Seither habe ich die Versammlungsbesuche aufgegeben, mir eine eigene Meinung gebildet. Mein Mann hingegen, der früher oft zu Hause geblieben ist wenn ich in die Versammlung gegangen bin, lässt heute keine Versammlung mehr aus, während ich zu Hause bleibe, mich um die Dinge des Alltags kümmere und als Rentnerin immer noch stundenweise arbeiten gehe. Wenn ich unsere Probleme anspreche, finde ich kein Gehör, geschweige den eine vernünftige Antwort auf meine Fragen, ich werde einfach ignoriert. Mein erzählt ständig von seinen Brüdern und Schwestern, die werden mir in jeder Lebensituation vorgehalten. Wenn ich sage, dass ich das nicht mehr hören will usw., tritt eisiges Schweigen ein. Wir sind schon älter, eine Ehescheidung wäre fatal, aber so ein nebeneinander herleben ist nicht das Richtige. Für einen Ratschlag wäre ich dankbar, ich führe die Probleme auf die Lehre der ZJ zurück, die da lehren, dass man sich mit Abtrünningen nicht auseindersetzen soll.

    • Ricarda sagt:

      Liebe Christel,

      eine Ehescheidung wäre wahrscheinlich das ganz große Glück für dich. Als ich vor dieser Frage stand waren meine beiden jüngsten Kinder 10 und 15 Jahre alt. Wir haben viel durchgemacht. Ich bin damals mit DM 20 in der Tasche auf und davon und mein Ex-Mann weigerte sich Unterhalt zu zahlen. Das waren harte Zeiten!

      Inzwischen sind meine Kinder alle aus dem Haus und ich habe seit mehr als einem Jahrzehnt einen wunderbaren Partner, mit dem ich tolle Gespräche führe.

      Der Volksmund sagt: „Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende.“ Auch, wenn du dich zunächst finanziell einschränken musst, dir ein Umzug bevorsteht oder der Verlust deines Hauses, (ich habe zuletzt in einem Haus mit Elbblick gewohnt), du wirst deine persönliche Freiheit entdecken, dein Leben ganz neu gestalten, neue Freunde gewinnen und vielleicht einen neuen Partner. Lass dich nicht abschrecken oder einschüchtern. Such jetzt schon den Kontakt zu anderen Menschen und bau dir ein neues soziales Netzwerk auf. Das Internet ist ideal dafür.

      Und lass dir kein schlechtes Gewissen machen, wenn du die Scheidung einreichst. Der Gedanke, dass man sich nur scheiden lassen darf, wenn der Ehepartner fremd geht, ist absurd und nicht biblisch. Wir können gern telefonieren, wenn du magst.

      • Nico sagt:

        Scheidung sollte nie passieren. Ich hoffe Sie haben nicht auf diesem Kommentar gehört. Gott hasst Ehescheidung (maleachi 2) Jesus sagt ausdrücklich dass der Mensch dies nicht tun soll (Matthäus 19) und Römer 7 lehrt die Dauerhaftigkeit einer Ehe was in 1. korinther 7 bestätigt wird!

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