Zeugen Jehovas spalten Familien

Bei dem Vortragsredner soll es sich um Thomas Fiala, geb. 22.12.1969 handeln, der laut Amtsblatt von Jehovas Zeugen in Deutschland vom 14. August 2014 zu den gesetzlichen Vertretern der Religionsgemeinschaft gehört.

Er fordert Zeugen Jehovas auf keinen Kontakt zu ehemaligen Zeugen Jehovas zu haben. Das gilt auch wenn alle Verwandten. Sie werden als Abtrünnige bezeichnet, als Satans Küchenhilfen und böses Gift.

Fiala behauptet, sie würden im Geheimen Lügen verbreiten. So ein Unsinn. wenn jemand es nötig hat, etwas im Geheimen zu tun, dann sind es Zeugen Jehovas, insbesondere mit ihrem geheimen Ältestenbuch. Abtrünnige üben ihre Kritik an der Sekte ganz öffentlich aus. Fiala sollte vielleicht aufwachen, denn die Zahl der ehemaligen Zeugen Jehovas übersteigt inzwischen jene, die noch in der Sekte sind und ihre Stimmen werden lauter.

Ich halte die Praxis des Gemeinschaftsentzuges für verfassungswidrig. Art. 6 GG (1) lautet: Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutz der staatlichen Ordnung. Politiker sind aufgefordert, sich mit der menschenverachtenden Praxis der Sekte auseinander zu setzen.

 

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Über Ricarda

Ich war 15 jahre lang eine Zeugin Jehovas und helfe seit 2004 Zeugen Jehovas beim Ausstieg und der Verarbeitung ihrer Sektenzugehörigkeit. Daneben beantworte ich gern alle Fragen rund um die zeugen jehovas, helfe Menschen, die sich von Zeugen Jehovas belästigt fühlen und solchen Personen, deren Angehörige bei den Zeugen sind oder Gefahr laufen in die Sekte zu geraten.

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4 Kommentare zu Zeugen Jehovas spalten Familien

  1. Susanne Wilhöft sagt:

    Hallo Ricardan

    Ich als Aussteiger kann nur zustimmen. Familien werden zerstört,es wird gegeneinander aufgehetzt, une das nur,weil ein Teil der Familie einen anderen Weg gehen möchte. Lasst Euch nicht blenden von der einlullenden Art….Dahinter steckt berechnende und sehr destruktive Formen,Familien zu entzweien. Auch bei Gott steht Familie und die Liebe zu ihr sehr hoch…Mit welcher perfiden Struktur Menschen sich und ihr Gedankengut vorandrängen

    • Ricarda sagt:

      Hallo Susanne,

      dazu fällt mir spontan ein „richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet“.

      Schon zu meiner aktiven Zeit habe ich viele Brüder als selbstgerecht und anmaßend empfunden. Es hat mich immer unangenehm berührt, wenn jemand im Dienst noch beim Verlassen des Grundstücks geschimpft hat, weil die Tür nicht aufgemacht wurde oder jemand ein Gespräch abgelehnt hat, nach dem Motto: „Die werden schon sehen, was sie davon haben. Bald kommt Harmagedon.“ Noch schlimmer waren Älteste, die sich nicht als Diener empfanden, sondern bereits in ihrer Rolle als künftige Fürsten des irdischen Paradieses auftraten. Dabei rät Paulus, sich nicht schon heute als gerettet zu betrachten. Viele Zeugen glauben tatsächlich die einzigen zu sein, die gerettet werden. Sie gehen stur den Weg des Wachtturms und nehmen daneben nichts mehr wahr, nicht einmal die eigene Familie. Sie verschließen ihr Herz vor jedem Gefühl. Das fällt besonders auf, wenn jemand gestorben ist. Sie erlauben sich nicht zu trauern. Verlässt ein Angehöriger die Zeugen Jehovas, sagen sie sogar, es wäre besser, er wäre tot. Viele stumpfen wohl einfach ab, besonders die Ältesten.

  2. Jonny Wagner sagt:

    Liebe Ricarda, du schreibst „Ich halte die Praxis des Gemeinschaftsentzuges für verfassungswidrig. Art. 6 GG (1)“. Ich auch!! Aber was kann man dagegen tun?

  3. Ricarda sagt:

    Hallo Jonny,

    wir brauchen einen konkreten Fall. Jemand, der ausgeschlossen wurde oder die Gemeinschaft verlassen hat und nun keinen Kontakt mehr zur Familie haben darf. Er muss eine Rechtsschutzversicherung haben.

    Dann könnten wir eine Musterklage führen.

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