Ursula Caberta und ihre moderne Hexenjagd

Zu allen Zeiten hat es Menschen gegeben, die sich ihrer Spiritualität bewusst waren und immer waren es die etablierten religiösen und staatlichen Instrumente, die diese verfolgt haben.

Heute hat sich Fliege zu den Vorwürfen von Caberta geäußert und was passiert promt? Caberta bekommt Schützenhilfe von der Kirche. Wer Esoterik treibt darf kein evangelischer Pastor sein!

Wie wenig kennen die Kirchen eigentlich die Bibel? Hat nicht Jesus, auf den sie sich berufen, Dämonen ausgetrieben, Hände aufgelegt und geheilt? Und hat er nicht seine Nachfolger aufgefordert genau dasselbe zu tun? Die Kirchen haben es verlernt, was Jesus getan hat. Sie sind keine Heiler mehr.

Im Mittelalter wurden die Kräuterfrauen als Hexen verbrannt. Von den Kirchen. Gehen wir jetzt mit Ursula Caberta auf eine neue Inquisition zu? Wer stoppt diese Frau?

Erstellt am Donnerstag 11. August 2011
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Ursula Caberta – antispirituelle Obssesion auf Staatskosten?

Ursula Caberta hat mal wieder zugeschlagen. Nachdem man die Arbeitsgruppe Scientologie aufgelöst und in die Zuständigkeit des Verfassungsschutzes gelegt hat, stürzt sich Caberta nun auf die Esoterik-Szene.

Seit Jahren beanstande ich, dass diese Frau sich Sektenbeauftragte nennen darf. Ihre Obssesion hat schon zu Zeiten der Arbeitsgruppe Scientologie unnötig Geld gekostet. Von einem Sektenbeauftragten sollte man erwarten dürfen, dass er ein Grundverständnis für religiöse Fragen, das Bedürfnis nach Spiritualität oder Fragen religiöser Texte hat. Das alles bringt Caberta nicht mit. Angesiedelt bei der Behörde für Inneres sieht Caberta die Welt durch die Verfassungsschutzbrille.

Ich fordere schon lange, den Sektenbeauftragten der Stadt Hamburg bei der Behörde für Familie anzusiedeln. Inhaltlich sollte die Betreuung von Aussteigern, Jugendlichen, Familienmitgliedern von Sektenangehörigen stehen und die Aufklärung an Schulen. Wer aus einer Sekte aussteigt, hat Fragen wie: “Liebt Gott mich dann nicht mehr? Verwirft mich Jesus? Muss ich Angst vor dem Tod und dem Jüngsten Gericht haben? Werden meine Gebete noch erhört, wenn ich die Sekte verlasse? Usw.” Für all diese Fragen war Frau Caberta noch nie ein kompetenter Gesprächspartner.

Ich werfe Frau Caberta aber auch ganz konkretes Versagen in ihrem Amt vor. Sie wurde von mir mit Unterlagen über sexuelle Fälle von Missbrauch bei den Zeugen Jehovas und mit dem geheimen Gebt-acht-Buch versorgt. Trotz mehrfacher Nachfrage, auch bei ihrem Vorgesetzten, erfolgte keine Reaktion, nicht einmal eine Eingangsbestätigung. So stelle ich mir eine verantwortungsvolle Arbeit der Sektenbeauftragten der Stadt Hamburg nicht vor!

Mit ihrem neuen Vorpreschen löst Caberta nun eine längst überfällige Diskussion um ihre Person aus.

Wenn Frau Caberta meint, Fliege dürfe kein Weihwasser verkaufen, warum dürfen es dann die Kirchen? Wenn Fliege dem Wasser keine Hand auflegen darf, um es zu segnen, warum dürfen dann Bachblüten verkauft werden, warum dürfen Pastoren und Priester überhaupt segnen? Wenn Nena nicht zu Spiritualität aufrufen darf, warum verbietet Frau Caberta nicht Religiösität und Spiritualität insgesamt? Will sie die etablierten Kirchen stärken, weil denen die Schäfchen davon laufen? Oder will sie die Religionsfreiheit abschaffen? Dann wäre ihr Vormarsch ein Angriff auf unsere Grundrechte.

Ich finde, hier ist dringender Klärungsbedarf. Was will Caberta eigentlich? Sind ihre Methoden geeignet oder contraproduktiv? Und warum muss der Steuerzahler ihre Obssesion finanzieren?

Ich bin gespannt, wie die Hamburger reagieren werden.

Erstellt am Mittwoch 10. August 2011
Unter: Allgemein, Kindheit, Religionsfreiheit, Sektenausstieg | 1 Kommentar »