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Autor Thema: Der treue und verständige Sklave  (Gelesen 39826 mal)
0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.
Semmelknödel
Gast
« am: 26. September 2009, 18:40:05 »

Abkürzung von: „Treudoof sich selbst beweihräuchernder, unverständiger Sklaventreiber“

Deren crème de la crème ist die Leitende Körperschaft, die Führungsriege der Zeugen Jehovas in Brooklyn, New York.

„Leitende Körperschaft“ kommt aus dem Hochdeutschen und bedeutet „welche leidende Körper schafft“ und ist daher passend, weil durch die Entscheidungen dieses Gremiums die Zeugen Jehovas Blasen an den Füßen vom vielen Predigen und Matschbirne bekommen.

Dieses Gremium setzt sich ausschließlich aus Geistgesalbten zusammen, deren weise Entschlüsse davon zeugen, dass sie ihren Geist reichlich gesalbt haben mit Himbeergeist, Kirschgeist, Zwetschgenheist,... („hicks“)

Der treue und verständige Sklave verteilt geistige Speise zur rechten Zeit (Buchstabensuppe in gedruckter Form) an die „anderen Schafe“ (Abkürzung von „ganz andere Schafe“ – denn wer sich nur für kurze Zeit in deren Gesellschaft befindet, dem wird es schnell ganz anders).

Die einzelnen Glieder des treuen und verständigen Sklaven hoffen einmal als Könige und Priester zu amten, wenn sie einst mit Jesus im Himmel vereint sein werden. (Jesus hat vorsorglich schon mal Petrus beauftragt, die Himmelstür fest zu verrammeln.)

Der treue und verständige Sklave hat sich in all den Jahren, die Jehovas neuzeitliches Volk nun schon mit Ausharren dient, stets als treu und verständig erwiesen: Durch kontinuierliches Ansagen Weltuntergangs welcher mit überwältigender Zuverlässigkeit nie eingetreten ist. Und auch durch treues verkünden der Wahrheit, welche in zuverlässigen Abständen neu definiert werden mußte.

Der treue und verständige Sklave und die ganz anderen Schafe bilden gemeinsam eine Herde unter einem Hirten. Gemeinsam blöken und wiederkäuen sie im Chor und wenn sie nicht gestorben sind, klingeln sie vielleicht morgen schon an Deiner Tür.....“määäääh, blööööök, mööööööö“


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Karin Busack
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« Antworten #1 am: 26. September 2009, 19:06:48 »

Ach Semmelknödel, wenn das doch bloß die Richtigen lesen würden!!

Wiedermal toll auf den Punkt - jedenfalls meinen - gebracht.

Super sagt Karin
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Christina
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« Antworten #2 am: 28. September 2009, 16:59:22 »

Schließ mich Karin an,
du hast dich wieder mal selbst übertroffen Semmelknödel  Zwinkernd
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Bootsektor
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« Antworten #3 am: 25. Mai 2010, 11:07:56 »

Dazu mal eine ernsthafte Frage. Wie genau unterscheidet sich der 'treue und verständige Sklave' von der 'leitenden Körperschaft'? Haben sie unterschiedliche Aufgabengebiete, gibt es personelle Überschneidungen und auf welche Weise kommen sie zu ihren Posten oder Aufgaben?
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Karin Busack
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« Antworten #4 am: 25. Mai 2010, 11:25:59 »

Hallo, lieber Bootsektor,

so wie ich es noch weiß, ist die "Leitende Körperschaft" dieser "Treue und verständige Sklave"...! Ihre Posten verteilen sie am "grünen Tisch". Was ich noch von meiner Familie weiß - meiner Schwester und Familie seit 35 Jahren dabei - ist, dass "Positionen" und Posten erfunden werden. So wie auch die Literatur immer wieder geschönt und geändert wird, ohne wirkliche Linie oder wie es gerade passen muss, an dem Tisch verursacht/verbrochen wird.

Aufgaben werden vergeben nach "Verdienst" oder Beliebtheit.  Wer viel tut für die Organisation, z. B. im "Dienst", der hat dann auch viele "Vorrechte"!

Viel in """", aber das ist mein Wissensstand.

Liebe Grüße von Karin
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Ricarda
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« Antworten #5 am: 25. Mai 2010, 11:29:27 »

Der Treue und verständige Sklave besteht nach Zeugen-Ansicht aus den sogenannten Überrestgliedern. Das sind Personen, die von sich glauben eine himmlische Hoffnung zu haben. Es gibt 144.000 davon, wobei nur ein kleiner Überrest noch auf der Erde ist. Rein rechnerisch müßten sie bis Harmagedonjedes Jahr weniger werden. Komischerweise nehmen sie aber zu Lächelnd.

Die Leitende Körperschaft besteht aus wenigen Personen aus diesem Kreis. Die Männer sind irgendwo zwischen 80 und 90 Jahre alt und bilden den Kopf der Zeugen Jehovas. Sie werden dabei von Kommitees unterstützt, die nicht zum treuen und verständigen Sklaven gehören. U. a. das Schreibkommitee, das die Wachtturmartikel verfasst. Es ist also eine Illusion zu glauben, der Wachtturm würde den Willen Gottes wiedergeben, den er seinem treuen und verständigen Sklaven offenbart hat.

Die Belehrung der Zeugen Jehovas erfolgt durch ganz normale Menschen, so ganz ohne heiligen Geist. Der Sklave und die Leitende Körperschaft sind nur Deckmäntelchen. Befasst man sich dann noch mit der Vermögensverwaltung der Gesellschaft wird schnell deutlich, dass hier knallharte Manger am Werk sind. Die WTG hat sogar Aktien der Rüstungsindustrie besessen. Schockiert
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Bootsektor
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« Antworten #6 am: 25. Mai 2010, 11:48:15 »

Die leitende Körperschaft und der treue und verständige Sklave sind also identisch. Ok, dann ist das eine wohl eine biblische Selbstbezeichnung und das andere eine organisatorisch-hierarchische Stellung. Aus wie vielen Personen bestehen diese? Wie es scheint können diese Personen dann nur aus dem Überrest rekrutiert werden, d.h., wenn welche ausscheiden oder sterben, werden die Nachfolger aus den 144.000 nachrücken? Da die Zahl ja durch irgendwas limitiert wurde und ebenso die Zählung (so ganz verstehe ich das nicht), da ja 'runtergezählt' wird, scheint sich irgendwann eine natürliche Grenze aufzutun, weil schlicht keine Leute mehr nachrücken können. Jedenfalls keine, die die angegebenen Kriterien erfüllen.

Vielleicht können sich ja auch Personen von außerhalb bewerben, beispielsweise wäre ich ja nach meinem Verständnis auch ein treuer und verständiger Sklave, eigentlich wäre das ja jeder Christ, der sich bemüht Gottes Willen zu tun und himmlische Hoffnung haben doch alle Christen, soweit ich weiß.

Also eigentlich hatte ich mir das so vorgestellt, daß eine gewisse Transparenz darüber besteht, wie und auf welche Weise die Lehren, die Gedanken und Ratschläge ganz konkret zu den Gläubigen gelangen. Was genau legitimiert den treuen und verständigen Sklaven und woran wird sein besondere Stellung zu Gott festgemacht?


 Noch eine Frage hinterher: Gab es auch schon Abtrünnige unter der leitenden Körperschaft oder unter den 144.000?
« Letzte Änderung: 25. Mai 2010, 11:51:47 von Bootsektor » Gespeichert
Damian2009
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« Antworten #7 am: 25. Mai 2010, 12:00:23 »

Der Treue und verständige Sklave besteht nach Zeugen-Ansicht aus den sogenannten Überrestgliedern. Das sind Personen, die von sich glauben eine himmlische Hoffnung zu haben. Es gibt 144.000 davon, wobei nur ein kleiner Überrest noch auf der Erde ist. Rein rechnerisch müßten sie bis Harmagedonjedes Jahr weniger werden. Komischerweise nehmen sie aber zu Lächelnd.
 Schockiert
ich hatte immer gedacht, die “Sammlung der Gesalbten” sei 1935 endgültig abgeschlossen worden.
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« Antworten #8 am: 25. Mai 2010, 13:37:55 »

Es gab auch Abtrünnige unter den Gesalbten. Das ist das Argument, dass manchmal neue nachrücken. Da die meisten der Gesalten aber bereits im Himmel sind und sehr viele nachgerückt sind, muss man sich fragen  Grinsend ob vielleicht Petrus oder Paulus inzwischen abtrünnig sind Lächelnd Lächelnd Lächelnd

Wer die Zahlen im Jahrbuch verfolgt, der weiß, dass hier kräftig gemogelt wird.  Jedes Jahr zum Gedächtnismahl (heiliges Abendmahl) gehen in den Versammlungen Brot und Wein rum. Es wird genau gezählt, wer davon nimmt. Das dürfen nur die Gesalbten mit der himmlischen Hoffnung. Alle normalen Zeugen Jehovas reichen die Symbole einfach weiter und bekennen sich dadruch zu den "anderen Schafen" die nicht in den Himmel wollen, sondern eine irdische Hoffnung haben, nämlich im Paradies auf Erden zu leben.

Nun laden die Zeugen zu diesem Ereignis regelmäßig Gäste ein (wer weiß, villeicht naschen die) und etliche Zeugen werden älter und senil. Es wird brav gezählt. Die Zahlen werden nach Brooklyn geliefert. Nach 1935 sollten eigentlich keine neuen mehr dazu kommen, es sei denn als Ersatz für Abtrünnige Grinsend
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Ricarda
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« Antworten #9 am: 25. Mai 2010, 13:39:58 »

Oh, übrigens der bekannteste Abtrünnige der Leitenden Körperschaft ist Franz, der das Buch "Der Gewissenskonflikt" geschrieben hat.
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Gerd
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« Antworten #10 am: 25. Mai 2010, 14:23:40 »

Bravo Ricarda, du hast die richtige Speise noch gut im Sinn  Lächelnd

Für Bootsektor, ein Auszug aus meinem Msk. für mein Buch, das aber dann ohne diesem nachfolgenden Teil gedruckt wurde. Weil die Lektorin des Gütersloh-Verlages meinte, da sei zu viel Fachvokabular enthalten:

...Historischer Rückblick

Fragt man einen Zeugen Jehovas, wie seine „theokratische Organisation“ geleitet wird, so antwortet er in der Regel etwa so: „Jehova selbst leitet sie durch Jesus Christus. Dieser aber bedient sich - seit den Tagen der Urkirche - einer leitenden Körperschaft (l. K.). Zwar endete diese theokratische Form der Führung seit dem Ableben der Apostel, doch seit der Wiederentdeckung „biblischer Grundwahrheiten“ durch C. T. Russell, den Gründer und ersten Präsidenten der Wachtturm-Gesellschaft (WTG), wird Gottes Volk wieder durch eine leitende Körperschaft „theokratisch“ geführt.“ Woher nimmt der Zeuge Jehovas diese Überzeugung? Sie wurde ihm seit seiner Unterweisung im Heimbibelstudium durch die Wachtturm-Schriften immer und immer wieder in der einen oder anderen Form nähergebracht, z. B. in der Ausgabe des Wachtturms (WT) vom 1.April 1977, Seite 206-208. Nachdem der WT zu zeigen versuchte, daß es schon in der Zeit der frühen apostolischen Gemeinden eine leitende Körperschaft gab, behauptet er ihre Wiedereinführung seit den Tagen C.T. Russells und ihr Fortbestehen über die Ära von Rutherford und der Präsidentschaft von N. H. Knorr hinaus:

„In den vergangenen Jahren war die leitende Körperschaft der Klasse des 'treuen und verständigen Sklaven' stets eng mit der als Watch Tower Bible and Tract Society of Pennsylvania bekannten Körperschaft verbunden. Diese Körperschaft, die im Jahre 1884 zum erstenmal gesetzlich eingetragen wurde, kümmert sich um die wichtigsten Angelegenheiten der Zeugen Jehovas in der ganzen Welt. Ohne Zweifel war ihr erster Präsident, C. T. Russell, in der Zeit, in der den biblischen Grundwahrheiten unter Gottes treuen Anbetern auf der Erde wieder Geltung verschafft wurde, ein besonderes Werkzeug Jehovas. Dann, in den Jahren 1917 bis 1942, diente J. F. Rutherford als Präsident, und er kämpfte mutig gegen die Bemühungen der Christenheit, Gottes organisiertes Volk in Verruf zu bringen und es zu vernichten. Im Jahre 1942 setzte N. H.Knorr, der damalige Präsident der WTG, tatkräftig einen weltweiten biblischen Erziehungsfeldzug in Gang. Die administrative Tätigkeit dieser treuen Männer und ihrer Mitarbeiter in der leitenden Körperschaft der Zeugen Jehovas ist von Jehova wunderbar gesegnet worden.“ (WT, 1.4.1977, S. 207, Abs.15).
Also: Russell, Rutherford, Knorr und Franz - jeweils in ihrer Zeit - Mitarbeiter in der leitenden Körperschaft? Grau, sagt man, ist alle Theorie. Es stellt sich nun die Frage: Wie sieht die Wirklichkeit aus?

In der Zeit des Gründers und ersten Präsidenten der WTG, C. T. Russell

Wer sich mit den WT-Schriften der Russell-Ära (Veröffentlichungen also zwischen 1879 und 1916) etwas gründlicher beschäftigt, als dies bei den einzelnen Zeugen Jehovas geschieht, wird überrascht sein: Russells Schriften erwähnen, weder direkt noch indirekt, so etwas wie eine „leitende Körperschaft“. Und das hat darin seinen Grund: Die heute ihr zugeschriebenen Leitungsfunktionen fallen nach Russells Sicht in die Zuständigkeit der örtlichen „Versammlung“, die ihre Ältesten selber wählen sollten und keiner Zentralgewalt unterworfen war. Russell sah in einem solchen Zentralismus die Gefahr, es könnte sich zwischen Gott und der Gemeinschaft eine „irdische Macht schieben“. Diese Gefahr, der z.B. nach übereinstimmender Auffassung aller protestantischer Christen entschieden zu widerstehen ist.

„Denn es ist e i n Gott und e i n Mittler zwischen Gott und den Menschen, nämlich der Mensch Christus Jesus, der sich selbst gegeben hat für alle zur Erlösung“ (1.Tim.2,5.6).
Demgemäß schrieb Russell Anfang 1914 in dem von ihm redigierten WT:

„Jede Versammlung des geweihten Volkes des Herrn ist völlig frei und sollte unabhängig für sich selbst den Glauben an die Bibel und alle die kostbaren Wahrheiten derselben haben... Die Glieder der Herauswahl unterstehen niemandes Autorität, als nur derjenigen des biblischen Bischofsamtes oder der apostolischen Lehrer, was die Ältesten und Diener (Diakone) betrifft, so sind diese von der Versammlung in Übereinstimmung mit den Weisungen der Bibel aus ihrer eigenen Mitte zu wählen. Keine irdische Macht hat ein Recht, sich zwischen die Verordnungen der von Gott eingesetzten 12 Apostel und die Gemeinde der Kinder Gottes zu schieben, die sich in Übereinstimmung mit den Weisungen der Apostel versammelt“ (WT, Jahrgang 1914, Seite 23).
Im Unterschied zu den heutigen Wachtturmschriften, in denen gerne die Heilsnotwendigkeit der Organisation mit dem Hinweis auf solche Versammlungen begründet wird, bestritt Russell jede Notwendigkeit einer zentralistischen Organisation:

„... bis jetzt ist sie [die Kirche] noch nicht vollkommen und darum auch noch nicht organisiert. Wenn sie organisiert sein wird, wird sie mit Macht bekleidet, nicht eine Demokratie, sondern eine Herrschaft, nicht eine Republik, sondern ein Königreich sein ...“
Russell ist überzeugt, daß jedes „Organisieren“ der Kirche und jedes „gebieterische Regieren“ letztlich doch nur nach „Art und Weise der Welt“ geschähe. Wörtlich schreibt er:

„Auch existiert eine solche Organisation, die mit göttlicher Autorität angetan ist, heute überhaupt noch nicht ...Die Kirche Gottes ist noch nicht organisiert ... In dieser freiwilligen Vereinigung gibt es keine gebietende Autorität über andere, und kein Herrschen über Gottes Erbteil sollte gestattet sein; denn der eine Herr hat uns die Instruktion hinterlassen: ,Ihr aber, laßt euch nicht Rabbi nennen, denn einer ist euer Lehrer, ihr alle aber seid Brüder' (Matth.23,8). Anstelle des königlichen und gebieterischen Regierens, das doch nur nach Art und Weise der Welt geschehen würde, hat uns der Meister eine andere, entgegengesetzte Regel... gegeben.“ (WT, Jahrgang 1908, S. 104 ff).
Den auch heute immer wieder erhobenen Einwand, die wahre Christengemeinde brauche doch eine Organisation und deren Leitung um der Einigung und Einheit willen, begegnet Russell mit dem Hinweis auf die frühen christlichen Gemeinden des ersten Jahrhunderts:

„Es war eine Vereinigung des Geistes: das Gesetz des einzelnen war die Liebe, während sie als ein Ganzes unter dem Gehorsam gegen das ´Gesetz des Geistes´ standen, wie es in dem Leben, den Worten und Taten ihres Herrn und Meisters zum Ausdruck kam. Ihre Leitung war der Wille dessen, der da sprach: ´Liebet ihr mich, so haltet meine Gebote´“.
Im gleichen Artikel erinnert Russell an die sektiererischen Entwicklungen in der Kirchengeschichte und an jene falsche „Einheit“, bei der „man versuchte, alle Kirchenmitglieder auch in dem kleinsten Lehrpunkt einerlei denken zu machen“. Das war in keinem Fall die Einheit, die der Apostel Paulus anstrebte, so betont Russell. Er empfahl vielmehr die Einigkeit im Geiste, im Herzen, in der Gesinnung, eine Einigkeit, die als ein natürliches Resultat der rechten Übung der Freiheit, die wir in Christo haben, von selbst entspringt. In einer solchen freien Vereinigung von Christen, wie sie Russell vorschwebte, und wie er sie bei den damaligen „Bibelforschern“ zu realisieren versuchte. Da ist natürlich für eine autoritär herrschende „leitende Körperschaft“ kein Raum. Genauso wenig ist diese im Neuen Testament begründet. Wer hier auf das „Apostelkonzil“ (Apg.15) verweist, widerlegt sich selbst, denn der Bericht in der Apg. des Lukas sowie die Kommentierung durch den Apostel Paulus (Gal. 2,1-16!) zeigen deutlich: Die Apostel - weit davon entfernt, autoritär zu herrschen - mußten selbst noch um den rechten „Kurs“ ringen.
C.T. Russell und die Direktoren der 1881 von Russell gegründeten „Wachtturm Gesellschaft“ (1884 gesetzlich eingetragen) bildeten keineswegs eine „leitende Körperschaft“ wie die heutige WTG behauptet. Im WT vom 1.4.1972, Seite 216 heißt es:

„Wie die Tatsachen zeigen, kam es zu einer Verbindung der leitenden Körperschaft mit der Watch Tower Bible and Tract Society of Pennsylvania. Russell gehörte damals, im letzten Viertel des neunzehnten Jahrhunderts, offensichtlich der leitenden Körperschaft an.“
Das sah C. T. Russell selbst jedoch ganz anders. Raymond Franz, früheres Mitglied der „leitenden Körperschaft“, schrieb nach seinem freiwilligen Ausscheiden aus der „1. K.“ und seinem Bruch mit der Wachtturm-Organisation sein Buch „Der Gewissenskonflikt“, und zitiert darin aus Russells „Letztem Willen und Testament“, veröffentlicht am                1. Dezember 1916 im englischen WT. Darin erklärt Russell (§ 2):

„Jedoch im Hinblick auf die Tatsache der Schenkung der Zeitschrift, ZIONS WACHTTURM, den SCHRIFTSTUDIEN und verschiedenen anderen Broschüren etc. an die Watch Tower Bible and Tract Society, tat ich dies mit dem ausdrücklichen Verständnis, daß ich die volle Kontrolle aller Interessen dieser Publikationen Zeit meines Lebens haben würde, und daß sie nach meinem Hinscheiden gemäß meinen Wünschen weitergeführt werden sollen. Hiermit lege ich die besagten Wünsche dar - meinen Willen hinsichtlich derselben - wie folgt ...“
Russell beanspruchte also „die volle Kontrolle“ für seine Person! Nicht für eine Körperschaft! Wie Russell all die vorangegangenen Jahrzehnte die Rechtslage angesehen hatte, so auch jetzt in seinem Testament. Raymond Franz dazu: Obwohl er [also Russell] die Wachtturm-Zeitschrift der Körperschaft schenkte (1884), betrachtete er sie klar als seine Zeitschrift, die auch nach seinem Tode gemäß  s e i n e m  Willen veröffentlicht werden sollte. Die Schlußfolgerung des ehemaligen „l. K.“-Mitglieds Franz ist eindeutig:

„E i n e  Person ist keine Körperschaft! Somit zeigen die Tatsachen, daß es zu Russells Lebzeit, also bis 1916, nicht einmal den Anschein einer leitenden Körperschaft gab. Die einzige Körperschaft, die Russell nannte und kannte, war die von ihm selbst gegründete Watch Tower Bible and Tract Society!“
Dieser Rückblick – im Vergleich zur Darstellung der WTG heute – zeigt deutlich, daß diese Gemeinschaft oft größte Schwierigkeiten hat, ihre eigene historische Entwicklung, wahrheitsgemäß darzustellen.
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Zur Zeit besteht die leitenden Körperschaft aus 12 Personen, es gibt auch solche dabei die noch nicht 70 sind...

Liebe Grüße!
Gerd
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« Antworten #11 am: 25. Mai 2010, 14:40:15 »

@gerd
Von dir gelobt zu werden, rettet mich mal wieder über den Tag. Zwinkernd
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« Antworten #12 am: 25. Mai 2010, 14:53:40 »

Danke Gerd,

für diese ausführlichen Informationen. Bei nächster Gelegenheit werde ich mich mal ausführlicher mit der Historie beschäftigen. Sowas finde ich immer spannend.

Ist dein Buch schon im Handel erhältlich?

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« Antworten #13 am: 25. Mai 2010, 15:20:18 »

Ja Booty, vor 10 Jahren, war drei Jahre danach vergriffen.

Bekam vom Verlag die Rechte zurück und der Inhalt ist zu 80 % in dieser HB:

http://gerdylein.spaces.live.com/PersonalSpace.aspx?_c01_blogpart=myspace&_c02_owner=1&_c=blogpart&wa=wsignin1.0&sa=975542535

Den Cover sieht man hier links bei meinem Namen.
Rezensionen, Muster:

 22 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen kompaktes Ergebnis eines halben Jahrhunderts!, 3. November 2001
Von Ein Kunde

Rezension bezieht sich auf: Mein Leben als Zeuge Jehovas (Taschenbuch)

Gerd Borchers-Schreiber gehörte 1953-70 zu den Zeugen Jehovas (abgekürzt "ZJ") in Wien. Aber auch danach ließ ihn die Beschäftigung mit dieser Gruppe nicht los: Er liest weiterhin regelmäßig die Zeitschriften "Wachtturm" und "Erwachet!", er arbeitet bei der Sektenberatung „Bruderdienst" (mit seiner Zeitschrift "Brücke zum Menschen") mit, er hat viele Kontakte mit Ex-ZJ (auch solchen, die erst vor kurzem ausstiegen), und führt viele Gespräche mit besorgten Angehörigen von ZJ (und solchen, die eben dabei sind, sich den ZJ anzuschließen). Alles in allem ist es also ein halbes Jahrhundert Beschäftigung mit dem Thema ZJ, die in diesem Buch ihren Niederschlag findet!
In diesem Buch geht es also nicht bloß um die Zeit, in der Borchers-Schreiber selbst "dabei war". Soweit es um diese Zeit geht, werden seine Erfahrungen leider oft nicht datiert, so daß der Leser nicht sofort weiß, wann (ungefähr) sich etwas ereignet hat. Aber diesen Mangel empfinde vermutlich ich als Historiker - der sich auch mit der ZJ-Geschichte beschäftigte (und ein bereits vergriffenes Buch über "Charles T. Russell und die ZJ. Der unbelehrbare Prophet" schrieb) - stärker als andere Leser.
Borchers gehörte nicht der obersten Leitungs-Ebene an, aber er lernte eine Reihe solcher Leiter kennen:
Walter Voigt, Österreich-Landesleiter 1926-65 - nach seinem Ausscheiden aus dem ZJ-Dienst mußte er im Alter von 68 Jahren noch eine "weltliche Anstellung" aufnehmen, da eine Rentenvorsorge bei den ZJ (im Hinblick auf das nahe Weltende!) - unüblich war (S.74).
Gerrit Lösch, seit 1994 Mitglied der „Leitenden Körperschaft" der weltweiten ZJ - er hatte seinerzeit versucht, Borchers bei seinen Zweifeln zu helfen (S.84f).
Aus seiner Selbstbeobachtung zieht Borchers mehrere Vergleiche, etwa zwischen DDR-Funktionären und ZJ-Funktionären (S.68-71). Daneben findet sich auch manche spitze Bemerkung darin, etwa: „Vorträge am frühen Nachmittag ergehen häufig an friedlich Schlafende." (S.27), oder: „Der Weggang meines reichen Chefs [Franz Plasser!] tat ihnen besonders weh, war er doch auch ein edler Spender vieler blauer Scheine an die Adresse der Gesellschaft." (S.85). Und auch anschauliche Bilder machen das Buch zu einer erfrischenden Lektüre: „Eine Sekte überschüttet ihre religiöse Konkurrenz gleich kübelweise mit spitzer Polemik bei gleichzeitiger Beweihräucherung des eigenen Werkes." (S.92)
Aufgrund zahlreicher Gespräche weiß Borchers, woran es liegt, daß viele ZJ trotz ihrer Zweifel bei den ZJ bleiben; sie sagen: „Ich bleibe beim kleineren Übel" (S.96). („Wohin sollte ich sonst gehen?" - so hörte ich es selbst oft von ZJ.) Borchers erläutert dieses Zögern zweifelnder ZJ: „Ohne Ketten und Fesseln der 'Gurus' geht es direkt in die Glaubenslosigkeit. Diese Denkart ist sehr bedenklich, fraglich ist auch die Qualität des Gottesglaubens! Viele bleiben mit allen ihren Zweifeln an den Stühlen der Königreichssäle kleben." (S.90).

Welche Alternative bietet Borchers? Er verweist nicht auf eine andere, bessere, richtigere Gruppe oder Kirche. Er versucht den Leser auf Gott selbst hinzuweisen, und verwendet dazu gelegentlich auch Bibelsprüche. Wenn der Leser also selbst auf der Gottessuche ist - und sich nicht nur an spitzer Kritik an ZJ erfreuen will -, findet er bei Borchers wichtige Hinweise!

http://www.amazon.de/Mein-Leben-als-Zeuge-Jehovas/dp/3579011421
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« Antworten #14 am: 25. Mai 2010, 17:37:36 »

ach Gerdilein

Wir haben noch gar kein Exemplar in unserer Bibliothek. Das könntest du uns doch spendieren, gelle Küsschen
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« Antworten #15 am: 27. Mai 2010, 11:30:56 »

Hallo,

ich muß doch noch mal nachhaken und nach der Legitimation fragen. Das Menschen himmlische Hoffnung haben ist ja im christlichen Bereich nichts ungewöhnliches, das haben die meisten (ungewöhnlich ist ja eher das irdische Paradies), aber worin besteht nun die Besonderheit, die einen Führungsanspruch rechtfertigt. Besteht der treue und verständige Sklave aus Propheten, aus Heiligen, hören sie Gottes Stimme, haben sie Eingebungen, Visionen oder dergleichen mehr? Irgendworan muß man doch festmachen, daß diese Männer wirklich einen Draht zu Gott haben oder umgekehrt Gott sich ihnen offenbart und bestätigt, daß sie Auserwählte und Führer sind.   
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« Antworten #16 am: 27. Mai 2010, 11:48:51 »

Ein Gesalbter hat es mal ganz einfach ausgedrückt:

"Wenn du an das ewige Leben denkst und du schließt die Augen, was siehst du dann?" - "Das Paradies." - "Siehst du. Und ich sehe eben etwas anderes." Lächelnd

Das erklärt doch alles, oder? Wunschdenken, würde ich sagen. Vielleicht überzogenes Geltunsbedürfnis. Eine Legitimation gibt es nicht.
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« Antworten #17 am: 27. Mai 2010, 11:58:21 »

Gesalbter?

Aber jeder vernünftige Mensch würde doch genau danach fragen und wissen wollen worauf sich das Wissen und der Führungsanspruch begründet. Selbst Jesus hat sich legitimiert und hat Wunderheilungen vollbracht, um den Menschen seine Macht und Befugnis zu zeigen. Selbst ein besonderes Charisma dieser Leute würde ja irgendwie verständlich sein, ist da denn gar nichts?
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Regenbogen
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« Antworten #18 am: 27. Mai 2010, 12:07:05 »

Ich erinnere mich an zwei Schwestern, die beim Gedächtnismahl von den Symbolen nahmen. Die eine hat irgendwann einmal wieder damit aufgehört, die andere hat plötzlich damit angefangen. Sie war eine körperlich sehr kranke Frau - saß im Rollstuhl, verbrachte viele Stunden im Straßendienst.

Was ich mich zurückerinnern kann, erklärte man mir, dass solche Menschen zu den 144.000 gehören, die ein "besonderes Vorrecht" haben - so dachte ich mir, dass die Schwester deshalb "ausgesucht" wurde, weil sie so krank und doch so aktiv im Dienst war.

Ich fragte auch, wie man es "spüren" würde, wenn man dazugehört ... konnte mir das nicht wirklich vorstellen und hoffte, dass ich das nicht spüren werde, denn ich wollte das auf keinen Fall ... "diese Menschen wissen es einfach", sagte man mir ...

Wie wurde es euch erklärt?? Ich war ja damals ein Kind - gibt es etwas "fundierteres", dass es eine Erwachsene auch verstehen kann??
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offthehook
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« Antworten #19 am: 27. Mai 2010, 12:20:02 »

Vor meiner Taufe habe ich gedacht: "Hoffentlich gehöre ich nicht zu den Gesalbten!"

Die Erleichterung war dann groß - ebenso die Feier danach.

Am nächsten Morgen saß ich nicht allein völlig verkatert im erweiterten Königreichssaal... Grinsend Huch
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« Antworten #20 am: 27. Mai 2010, 12:39:07 »

offthehook,

du meinst.....? lol!
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« Antworten #21 am: 27. Mai 2010, 13:51:15 »

Nun drei richtungsweisende Bibelstellen, die MIR was sagen. Das ist offenbar nicht bei jedem Menschen, der sich Christ nennt, gleich. Elberfelder:

Johannes 1

1,10 Er [Logos/Jesus] war in der Welt, und die Welt wurde durch ihn, und die Welt kannte ihn nicht. 1,11 Er kam in das Seine, und die Seinen nahmen ihn nicht an; 1,12 so viele ihn aber aufnahmen, denen gab er das Recht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben; 1,13 die nicht aus Geblüt, noch aus dem Willen des Fleisches, noch aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind. <

Römer 9

9,14 Was sollen wir nun sagen? Ist etwa Ungerechtigkeit bei Gott? Das sei ferne! 9,15 Denn er sagt zu Mose: `Ich werde begnadigen, wen ich begnadige, und werde mich erbarmen, wessen ich mich erbarme. 9,16 So [liegt es] nun nicht an dem Wollenden, noch an dem Laufenden, sondern an dem begnadigenden Gott.<

Römer 8, Hoffnung und Zuversicht der Gläubigen.

8,18 Denn ich denke, daß die Leiden der jetzigen Zeit nicht ins Gewicht fallen gegenüber der zukünftigen Herrlichkeit, die an uns geoffenbart werden soll. 8,19 Denn das sehnsüchtige Harren der Schöpfung wartet auf die Offenbarung der Söhne Gottes. 8,20 Denn die Schöpfung ist der Nichtigkeit unterworfen worden - nicht freiwillig, sondern durch den, der sie unterworfen hat -, auf Hoffnung hin, 8,21 daß auch selbst die Schöpfung von der Knechtschaft der Vergänglichkeit frei gemacht werden wird zur Freiheit der Herrlichkeit der Kinder Gottes. 8,22 Denn wir wissen, daß die ganze Schöpfung zusammen seufzt und zusammen in Geburtswehen liegt bis jetzt. 8,23 Nicht allein aber [sie], sondern auch wir selbst, die wir die Erstlingsgabe des Geistes haben, auch wir selbst seufzen in uns selbst und erwarten die Sohnschaft: die Erlösung unseres Leibes. 8,24 Denn auf Hoffnung hin sind wir errettet worden. Eine Hoffnung aber, die gesehen wird, ist keine Hoffnung. Denn wer hofft, was er sieht? 8,25 Wenn wir aber das hoffen, was wir nicht sehen, so warten wir mit Ausharren. 8,26 Ebenso aber nimmt auch der Geist sich unserer Schwachheit an; denn wir wissen nicht, was wir bitten sollen, wie es sich gebührt, aber der Geist selbst verwendet sich [für uns] in unaussprechlichen Seufzern. 8,27 Der aber die Herzen erforscht, weiß, was der Sinn des Geistes ist, denn er verwendet sich für Heilige Gott gemäß. 8,28 Wir wissen aber, daß denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Guten mitwirken, denen, die nach [seinem] Vorsatz berufen sind. 8,29 Denn die er vorher erkannt hat, die hat er auch vorherbestimmt, dem Bilde seines Sohnes gleichförmig zu sein, damit er der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern. 8,30 Die er aber vorherbestimmt hat, diese hat er auch berufen; und die er berufen hat, diese hat er auch gerechtfertigt; die er aber gerechtfertigt hat, diese hat er auch verherrlicht. <

Als ich noch die Belehrungen der WTG im Sinn hatte, haben mir obige Aussagen nichts gesagt, a.A.: sie gaben mir nichts, weil ich nicht angesprochen sei - <- darin liegt ja die große Irreführung dieses "Sklaven"!

Erst mit der Neuorientierung konnte ich die Tiefe dieser Sätze immer besser begreifen...

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« Antworten #22 am: 27. Mai 2010, 14:23:57 »

An anderer Stelle wird irgendwo darauf hingewiesen, dass es (für gläubige Christen) das größte Verbrechen der Zeugen ist ihre Mitglieder glauben zu machen, die anderen Schafe hätten eine andere, nämlich irdische Hoffnung.

Ich erinnere mich noch, als ich mit Schwester Schütte die Bibel studiert hatte, wie empört ich war, als mir erklärt wurde, ich würde nicht in den Himmel kommen, sondern hätte eine irdische Hoffnung. Das fand ich grotesk. Da meinte ich dann immerhin, das möge ja auf sie zutreffen, aber ich hätte in jedem Fall eine himmlische Hoffnung. Dann sei ich eben eine jener Gesalbten. Zwinkernd Da haben sie mir klargemacht, das könne gar nicht sein, denn die seien ja bereits seit 1935 eingesammelt. Ärgerlich

Mit dem Paradies auf Erden konnte ich lange Zeit überhaupt nichts anfangen. Aber man gewöhnt sich schließlich an alles. Mich hatten auch damals schon eher die Vorzeichen der großen Drangsal beschäftigt, mehr als die Hoffnung oder das ewige Leben. Ich habe auf den Ausruf "Frieden und Sicherheit" gewartet und den Fall Babylons der Großen. Die Wehen, Erdbeben, Kriege, Hungersnöte waren für mich nicht so bedeutend.

Aber zum Beispiel der "Fall des Nordkönigs", der ohne Hand stürzen sollte. Das fand ich spannend. (Aber ich fand auch Nostradamos spannend. Als Astrologin kann man es wohl nicht lassen Zwinkernd)
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Glauben und glauben lassen


« Antworten #23 am: 27. Mai 2010, 14:59:33 »

Die Geschichte vom -ständig wechselnden- Nord- und Südkönig hat mich fasziniert und "bei der Stange gehalten"...
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« Antworten #24 am: 28. Mai 2010, 00:08:16 »

Ja, wer Söhne Gottes gelesen hat, den hat es schon fasziniert. Befasst man sich aber mit Prophetie, dann ist es erschreckend, was man in so einen Text alles hinein interpretieren kann - und es stimmt immer!

Bei Nostradamos z. B. ist der "Braune" sowohl Hitler, als auch eine Vielzahl anderer Herrscher. Und egal, wie man es interpretiert, es scheint immer aufzugehen.
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« Antworten #25 am: 28. Mai 2010, 07:37:50 »

Hallo Gerd,

Ich verstehe deine angegebenen Verse so, daß der treue und verständige Sklave diese Verse ausschließlich auf sich bezieht.
Deine heute Erkenntnis besagt, daß sie für jeden Menschen gelten. Verstehe ich das richtig?

Ich bin zwar gottgläubig, im Bibelverständnis oder deren Auslegung bin ich aber nicht fit.
Es würde mich freuen wenn du über die Bedeutung dieser Verse für dich heute noch etwas schreiben könntest, denn deine Aussage 'konnte ich die Tiefe dieser Sätze immer besser begreifen', hat mich neugierig gemacht.
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Gerd
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« Antworten #26 am: 29. Mai 2010, 08:32:08 »

Guten Morgen Booty,

las deine Zeilen oben erst heute früh, sie waren in der Aufzählung vorne im Forum schon in der Versenkung verschwunden.

Gerade die Verse die ich zitierte, wurden bei Zeugens unterdrückt, weil das angeblich für die Masse seit 1935 nicht mehr zutrifft. Das würde ich direkt "theologische Kriminalität" nennen, ganz im Sinne von Gottes Widersacher.

Es ist wie Jesus es den Pharisäern sagte: "Ihr geht nicht hinein und die Hineingehenden hindert ihr hinein zu kommen" (Matth. 23). Der Präsident eines Verlages, schloss 1935 einfach die Himmelstüre zu und warf gewissermaßen die Himmelsschlüsseln weg.

Bei dem christlichen Prozess geht es vornehmlich darum, dass Gott die Berufung vornimmt. Das eigentliche Kriterium für IHN ergibt sich daraus, was ich unten in meine Signatur kopierte.

In einem Artikel kommt diese ausschlaggebenden Gedanken sehr gut heraus, er beginnt so:

Auserwählung

1. Eine Unterschlagung

Wir können uns gegen Mitmenschen verschulden, indem wir ihnen beglückende Wahrheiten vorenthalten. Paulus bezeugt vor den Ältesten der Gemeinde zu Ephesus (Apg. 20, 27):

“Ich bin rein von dem Blute aller; denn ich weiche nicht davon zurück, euch kundzutun den gesamten Ratschluß Gottes.” Was er diesen Gläubigen noch nicht kundgetan hatte, das schrieb er ihnen später mit deutlichen Worten in einem Rundbrief, den wir als Epheserbrief bezeichnen. Paulus weiß sich also schuldig am Blute der Gläubigen, falls er ihnen nicht den gesamten Ratschluß Gottes, “das Geheimnis Seines Willens” (Eph. 1, 9) kundtut.

Mit diesem Aufsatz möchte ich auf eine Wahrheit hinweisen, die man weitgehend unterschlagen hat und unterschlägt: das Wort von der Auserwählung....

http://www.come2god.de/category/erwaehlung/

Etwas nach unten scrollen...

Schönes Wochenende, bei mir scheint die Sonne ins Arbeitszimmer warm auf meinen Rücken Cool
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« Antworten #27 am: 29. Mai 2010, 14:58:01 »

Hallo Gerd,

vielen Dank für deine Erklärung. Mit dem Link habe ich so meine Schwierigkeiten, ich las ihn nun zum zweiten Male und es fällt mir schwer, die Bedeutung zu erfassen. Sicherlich  liegt es daran, daß mir viele Zusammenhänge unbekannt sind, teils weil es nicht meine Sprache ist und einige Gedanken erscheinen mir fremd.

Schlicht und ergreifend wäre ich davon ausgegangen, daß jeder Christ, sofern er dies nicht nur dem Namen nach ist, eine Erwählung zum himmlischen Leben hat. Die Erwählung besteht also in einem Zustand den ein Gläubiger nach seinem Tod einnimmt, quasi als versprochene Belohnung für seinen Glauben.
 In dem Text in diesem Link, bedeutet Erwählung eine Qualifizierung Gottes für bestimmte Menschen. Aus meiner Sicht wären das dann die 'Erwählung aus den Erwählten'. 
Den Unterschied zu den Zeugen sehe ich jetzt darin, daß bei den Zeugen die Auserwählten ein Kollektiv mit einer festen Größe, eingesammelt bis zu einem bestimmten Zeitpunkt darstellen, wohingegen die Erwählung in diesem Linkbeitrag von keinem Kollektiv gebildet wird, sondern zu allen Zeiten alle diejenigen betrifft, die Gott (nach Notwendigkeit?) erwählt.
Bestimmt klingt das jetzt alles ziemlich unverstanden und konfus, aber wie gesagt, ich bin da nicht so drin, bei diesem Thema. Aber ich werd's noch ein drittesmal lesen, wär doch gelacht...  Grinsend
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Gerd
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« Antworten #28 am: 29. Mai 2010, 15:53:02 »

Ich denke, lieber Booty, dass das Kriterium davon ausgeht, ich betone nachfolgend was ich meine:

Bibel: Denn, was Jahwe betrifft, seine Augen durchlaufen die ganze Erde, damit er sich stark erweist zugunsten derer, deren Herz - i h m gegenüber ungeteilt ist.<

Die Praxis sah bei den Kirchen so aus, dass die Gläubigen mit allem Klimbim eingelullt wurden und Gott dabei in eine Sekundärrolle - als Zampano - fungieren darf. Bei den Kleingruppen, bis hin zu den Sekten, detto.

Paulus sagte in seiner Abschiedsrede (Apg. 20) dass nach seinem Weggehen Männer aus den Reihen der Urchristen aufstehen werden und die Jünger hinter s i c h nachziehen werden.
Er bezog sich nicht auf die Kleinkirchen nach der Lutherzeit und die Sekten. Damals im 1.+ 2. Jh. ging es schon los. Das "Kompendium der Kirchengeschichte" schreibt auszugsweise:

Zitat
von Karl Heussi, § 18:

Der Ausbau der frühkatholischen Kirche [2. u. 3. Jh.]:

"In dieser Zeit gelangte die Entwicklung des Gottesdienstes zu einem relativen Abschluß. An die Stelle der urchristlichen, völlig freien und regellosen Gemeindeversammlungen ist nun ein kompliziertes Gefüge heiliger Handlungen getreten, die in feststehender Ordnung feierlich vollzogen werden. Mit dem Aufkommen des Opferbegriffs ist als sein notwendiges Korrelat der Priesterbegriff in die Kirche eingedrungen. Die Leitung der gottesdienstlichen Versammlung, einst ein ?Dienst? an der Gemeinde, ist schon längst das ausschließliche Vorrecht des Klerus geworden. Die magisch-sakramentalen Vorstellungen haben im Laufe der Zeit immer größere Bedeutung gewonnen; zu Abendmahl und Taufe haben sich noch weitere heilige Zeremonien gesellt. Mit dieser Wandlung des Gottesdienstes aber hat sich eine spezifisch kultische Frömmigkeit ausgebildet, die sich immer ausschießlicher in dunkeln, mystischen Gefühlen bewegt. Was die Theologie lehrt, die Erlösung aus dem Todesverhängnis und die Vergottung des Menschengeschlechts, das läßt der Kultus den Christen e r l e b e n: in der Eucharistie fühlt der Gläubige in mystischen Schauern göttliche Kräfte in sich einströmen. Diese Entwicklung des Kultus hat sich unter starker Einwirkung der heidnischen Mysterien vollzogen."

Die Masse will das. Auch heute noch, die Beweise sind nebensächlich, mystisch oder wie man heute sagt "esoterisch" soll es sein. Viel Getöse, oft auch verbunden mit Wundersucherei.

In diesen Sätzen ist Aktion und Reaktion gut erkennbar:

Joh. 1,11 Er kam in das Seine, und die Seinen nahmen ihn nicht an; 1,12 so viele ihn aber aufnahmen, denen gab er das Recht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben; 1,13 die nicht aus Geblüt, noch aus dem Willen des Fleisches, noch aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren  sind.<

Die hervorgehobenen Wörter sind bei ZJ nicht machbar, weil es ihnen durch die Irrlehre gewissermaßen verboten wird, "aus Gott geboren" zu werden.

Was auch immer angenommen wird, ist, dass Gott nur die ethisch und moralisch einwandfreien Menschen für sich beruft! Viele Beispiele in der Bibel zeigen, dass er sich denen zuwendet, die ihn so akzeptieren wie er i s t .
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Christel
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« Antworten #29 am: 29. Mai 2010, 16:55:41 »

Ich finde es merkwürdig, dass sich Zeugen Jehovas Christen nennen, aber keine Gesalbten sein wollen.
Das Wort „Christus“ bedeutet „der Gesalbte“, das Wort „Christen“ heißt „die Gesalbten“. Tatsächlich werden in der katholischen Kirche die Täuflinge gesalbt.

Und dann konnte ich noch nie nach vollziehen, wieso sich ein Christ, also ein Gesalbter, freiwillig herabstufen lässt!

Hallo Gerd,
mit Deinem Buch, das ist eine traurige Geschichte. Ich habe es verborgt und nicht zurückbekommen. Bei Amazon ist es gebraucht ab 30,86 € erhältlich. Hast Du schon mal an eine überarb. u. erweiterte Neuauflage gedacht? Als  „Book on Demand“ ist das relativ günstig möglich: http://www.bod.de/index.html

LG Christel

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Elisa
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« Antworten #30 am: 29. Mai 2010, 17:17:35 »

Hallo Christel
ich sehe es so, daß das Paradies der Zeugen ein Köder ist, der enorm auf die Menschen wirkt.
Jeder weiß wie es ist Mensch zu sein und mag sehr an diesen irdischen Dingen wie : Essen , Trinken und auch Sexualität hängen.
Später dann als Geistgeschöpf zu leben erschreckt die meisten Zeugen.
Habe mich auch neulich mit 2 Zeuginnen unterhalten, die nicht wußten, daß ich eine böse Abtrünnige bin und ihnen erklärt, daß es nur EINE Hoffnung für ALLE Christen gibt.
Das wollten sie biblisch zwar nicht so sehen und beide mir versichert, daß sie sehr froh wären als Menschen leben zu dürfen.
Die eine meinte zu mir was ich denn im Himmel überhaupt will.

Das war dann der Punkt, wo ich sah, daß sie nicht verstehen KÖNNEN.
Für mich ein sehr schöner Gedanke mit Gott leben zu dürfen. Seine Gedanken teilen und SEINE Welt.

Ich lasse mein irdisches Leben als Mensch ohne eine Träne hinterher zu weinen.

LG, Elisa
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Christel
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« Antworten #31 am: 29. Mai 2010, 23:30:18 »

Hallo Elisa,

ein Köder gewiß. Allerdings wissen wir von der Naturwissenschaft, dass die Erde nicht ewig bestehen kann. Es muss also etwas anderes kommen oder uns erwartet das NICHTS.

Wir wissen es auch aus der Bibel!
„Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen.“ (Mk, 23,31)
Zeugen Jehovas behaupten der Bibel zu glauben. Warum glauben sie dann nicht das? 

Ja, es kann nur an dem Köder liegen und an dem „Bild“: Es wird unterschieden zwischen Geist und Menschsein. 
Wenig beachtet wird dabei, wie Jesus nach seiner Auferstehung erschien.  Er kehrte nicht in dieses Leben zurück, aber er war auch nicht so, wie wir uns einen Geist vorstellen.

Dieser Köder, irdisches Paradies, ist mir schon früher anders begegnet. Ich bin im Sozialismus aufgewachsen. Abgesehen davon, dass es nicht funktioniert hat, gilt für dieses Modell dasselbe, wie für das irdische Paradies der Zeugen Jehovas.

Christen haben ein Potential, was niemand sonst hat! Das Problem besteht darin, sie wissen es nicht.

Das Modell, irdisches Paradies, ist übrigens nicht mit dem Sozialismus gestorben, es wird ganz praktisch gelebt.
Es gibt neue Atheisten, schärfer und antichristlicher, als ich es in der DDR erfahren habe. Aber ich bin geübt.
Und was ihre  Kritik am Christentum betrifft, sie ist grottenschlecht. Das Problem besteht darin, sie wissen es nicht.

Ich hatte sehr schlechte Bedingungen Christ zu bleiben. Meine Gemeinde, in die ich getauft wurde, existiert schon lange nicht mehr. Bereits im Vorschulalter wurde mein Christsein in Frage gestellt: „Gott gibt es nicht! Wie soll der aussehen?“ Das hat mich zum Nachdenken gebracht.

Mein Gebet ist wesentlich Gespräch mit Gott!
Stark wurde ich im Glauben durch das Gespräch mit Andersdenkenden.
Aber auch dadurch, dass ER da war, als für mich alles zu Ende war...

Mein Wissen darüber, dass die Kritiker des Christentum einfach grottenschlecht sind,  resultiert aus diesen Erfahrungen. Grottenschlecht, dennoch  nicht ohne Einfluss und Wirkung, weil Christen ihr Potential nicht kennen!

LG Christel
« Letzte Änderung: 29. Mai 2010, 23:34:54 von Christel » Gespeichert
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« Antworten #32 am: 31. Mai 2010, 08:54:15 »

Ich denke, lieber Booty, dass das Kriterium davon ausgeht, ich betone nachfolgend was ich meine:

Bibel: Denn, was Jahwe betrifft, seine Augen durchlaufen die ganze Erde, damit er sich stark erweist zugunsten derer, deren Herz - i h m gegenüber ungeteilt ist.<

Hallo Gerd,

aber was bedeutet 'ihm gegenüber ungeteilt'? Richten ZJ nicht ihren ganzen Sinn auf JHWH aus? Sie sind es doch, die in jedem zweiten Satz von Jehova sprechen und selber kennzeichnen sie sich doch gerade eben damit, daß sie als einzige Zeugnis von ihm ablegen.

Zitat von: Gerd

..... In diesen Sätzen ist Aktion und Reaktion gut erkennbar:

Joh. 1,11 Er kam in das Seine, und die Seinen nahmen ihn nicht an; 1,12 so viele ihn aber aufnahmen, denen gab er das Recht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben; 1,13 die nicht aus Geblüt, noch aus dem Willen des Fleisches, noch aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren  sind.<

Die hervorgehobenen Wörter sind bei ZJ nicht machbar, weil es ihnen durch die Irrlehre gewissermaßen verboten wird, "aus Gott geboren" zu werden.

Was auch immer angenommen wird, ist, dass Gott nur die ethisch und moralisch einwandfreien Menschen für sich beruft! Viele Beispiele in der Bibel zeigen, dass er sich denen zuwendet, die ihn so akzeptieren wie er i s t .

Leider verstehe ich viele Dinge in der Bibel nicht, sie bleibt mir mit vielen Aussagen ein Rätsel. Erschwert wird die Angelegenheit noch durch die vielen vielen Auslegungsmöglichkeiten der unterschiedlichsten Religionsgemeinschaften.
Beispielsweise habe ich auch keine Ahnung was 'aus Gott geboren' bedeuten könnte und in welchem Zusammenhang es mit 'so viele ihn aber aufnahmen' steht. Vielleicht bin ich aber auch ein hoffnungsloser Fall und der Heilige Geist verzieht sich regelmäßig, wenn ich zur Bibel greife.  Zwinkernd
Wahrscheinlich bräuchte ich doch ein Bibelstudium bei den Zeugen Unentschlossen Weinen Huch  'kleiner Scherz'

Es stimmt, auch ich nehme an, daß Gott ethisch und moralisch einwandfreie Menschen beruft, was soll er mit den anderen?
In meinem schlichten Kinderglauben, verstehe ich die Bibel so, daß sie sagt, daß Menschen nicht sündigen sollen, d.h., nach Erkenntnis, was Sünde bei Gott bedeutet, wäre jedes weiteres sündigen, ein Verstoß gegen Gottes Willen und birgt die Gefahr nicht gerettet zu werden. Irgendwo in der Bibel steht, daß auc h Menschen verlorengehen werden. Reicht eine Akzeptanz Gottes, so wie er ist, wirklich aus? Macht die Bibel nicht weitere Anforderungen?





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Gerd
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« Antworten #33 am: 31. Mai 2010, 09:39:57 »

Ja Booty,

Christen sprechen oft von Gott, die Evangelikalen sind total mit Jesus verquickt, die Zeugen sind stolz dass sie den Gottesnamen (zwar nicht korrekt) nennen, wie du es richtig schriebst:

Zitat
Richten ZJ nicht ihren ganzen Sinn auf JHWH aus? Sie sind es doch, die in jedem zweiten Satz von Jehova sprechen

Ist die Nennung von Namen ein Kriterium? Nein was anderes ist wichtig, Jesus: "21  Nicht jeder, der zu mir sagt: ‚Herr, Herr‘, wird in das Königreich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters tut, der in den Himmeln ist. 22  Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: ‚Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen prophezeit und in deinem Namen Dämọnen ausgetrieben und in deinem Namen viele Machttaten vollbracht?‘ 23  Und doch will ich ihnen dann bekennen: Ich habe euch nie gekannt! Weicht von mir, ihr Täter der Gesetzlosigkeit."

Ich wollte auch zum Ausdruck bringen, dass es nicht die moralischen Voraussetzungen sind, die Gottes Auswahl beeinflusst, sondern die sich an I H N halten und nicht an Kirche und Gruppe.

Die der VATER annimmt, zeugt er zu seinen Kindern - wie auch sein Sohn der "Erstgeborene" genannt wird.

Auch hier, Römer 8: "29  denn die, die er zuerst anerkannt hat, hat er auch vorherbestimmt, nach dem Bild seines Sohnes gestaltet zu werden, damit er der Erstgeborene unter vielen Brüdern sei."

Die sind dann seine echten Geschwister, wie Jesus der SOHN des Vaters ist, das wird auch im NT gezeigt, Hebr. 1: "5  Zu welchem der Engel sprach er zum Beispiel jemals: „Du bist mein Sohn; ich, ich bin heute dein Vater geworden.“? Und wiederum: „Ich selbst werde sein Vater werden, und er seinerseits wird mein Sohn werden.“?  6  Wenn er aber seinen Erstgeborenen wiederum in die bewohnte Erde einführt, sagt er: „Und alle Engel Gottes sollen ihm huldigen.“ "

Vielleicht verdeutlichen diese Stellen den Gedankenkomplex besser.

Jedenfalls gibt es keine Anweisungen an Christen, besondere Guttaten zu vollbringen. Die ein echtes Verhältnis zu Gott haben, brauchen keinen Moralkatalog, oder disziplinarische Anweisungen.
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Ga-chen
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« Antworten #34 am: 02. Juni 2010, 04:10:11 »

Zitat
Aber auch dadurch, dass ER da war, als für mich alles zu Ende war...

Ja, das war auch MEINE Erfahrung der Begegnung mit IHM....

Erst, wenn man selber keine Kraft mehr hat, weiß man, dass es SEINE Kraft ist. Ohne IHN würde ich heute nicht mehr leben.....

LG Ga-chen
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Ga-chen
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« Antworten #35 am: 02. Juni 2010, 04:23:49 »

Hallo Gerd,

aber was bedeutet 'ihm gegenüber ungeteilt'? Richten ZJ nicht ihren ganzen Sinn auf JHWH aus? Sie sind es doch, die in jedem zweiten Satz von Jehova sprechen und selber kennzeichnen sie sich doch gerade eben damit, daß sie als einzige Zeugnis von ihm ablegen.

Sind sie IHM gegenüber wirklich ungeteilt? Oder handeln sie nicht vielmehr nach den Anweisungen einer menschlichen Organisation? Legen sie wirklich als Einzige Zeugnis von Gott ab? Nur weil sie den Namen "Jehova" benutzen, der so nicht stimmen muss? Theologe Frank schrieb dazu mal eine Abhandlung, dass es darum geht, was dieser Name "bedeutet" und nicht, dass man ihn vor sich her trägt. Im übrigen sagte Jesus: "Ihr werdet MEINE Zeugen sein...."

Zitat
Leider verstehe ich viele Dinge in der Bibel nicht, sie bleibt mir mit vielen Aussagen ein Rätsel. Erschwert wird die Angelegenheit noch durch die vielen vielen Auslegungsmöglichkeiten der unterschiedlichsten Religionsgemeinschaften.
Beispielsweise habe ich auch keine Ahnung was 'aus Gott geboren' bedeuten könnte und in welchem Zusammenhang es mit 'so viele ihn aber aufnahmen' steht.


"Aus Gott geboren" bedeutet die Zeugung durch den heiligen Geist als ein Kind Gottes, denn Gott ist Geist und wer sein Kind wird, muss auch aus "Geist" sein. So wohnt dann dieser Geist im Tempel unseres Körpers.

Aus Gott geboren wird, wer Jesus in sein Herz aufnimmt, oder wie die Bibel sagt, ihn als Herrn in seinem Leben annimmt. Genauer gesagt bedeutet es, ihm sein Leben zu geben, es ihm anzuvertrauen, um den weiteren Lebensweg mit ihm gemeinsam zu gehen. Damit einhergeht, dass plötzlich wie in einem Film an einem vorüberzieht, was im Leben nicht in Ordnung war, die Reue darüber und die Umkehr zu Gott mit dem Vorsatz nicht mehr zu sündigen. Ach und ja, zu erkennen, zu spüren, zu wissen, dass Jesus für mich, ja wirklich für MICH persönlich gestorben ist, um meine Schuld wegzunehmen. Danach kann das eigene Leben vor Gott ganz neu beginnen, aus dem Geist Gottes neu gezeugt, durch die neue Geburt von oben.....

Zitat
Vielleicht bin ich aber auch ein hoffnungsloser Fall und der Heilige Geist verzieht sich regelmäßig, wenn ich zur Bibel greife.  Zwinkernd

Hast du Gott vor dem Bibellesen mal gebeten, dir durch den heiligen Geist das Verständnis der Schrift aufzuschließen? Er sagt uns zu, dass er uns den Geist geben wird, wenn wir ihn nur darum bitten....

Zitat
Wahrscheinlich bräuchte ich doch ein Bibelstudium bei den Zeugen Unentschlossen Weinen Huch  'kleiner Scherz'

Aber echt jetzt  Grinsend

Zitat
Es stimmt, auch ich nehme an, daß Gott ethisch und moralisch einwandfreie Menschen beruft, was soll er mit den anderen?

Ich finde, dass es genau andersherum ist! Er nimmt uns so an wie wir sind mit all unseren Schwächen und Fehlern. Und das genau ist das Wunderbare - denn ER hat uns zuerst geliebt! Und dann beginnt er an unserem Herzen zu arbeiten, wenn wir ihn lassen.....

Zitat
In meinem schlichten Kinderglauben, verstehe ich die Bibel so, daß sie sagt, daß Menschen nicht sündigen sollen, d.h., nach Erkenntnis, was Sünde bei Gott bedeutet, wäre jedes weiteres sündigen, ein Verstoß gegen Gottes Willen und birgt die Gefahr nicht gerettet zu werden. Irgendwo in der Bibel steht, daß auc h Menschen verlorengehen werden. Reicht eine Akzeptanz Gottes, so wie er ist, wirklich aus? Macht die Bibel nicht weitere Anforderungen?

Alles weitere bewirkt er selbst in uns, wenn wir seinen Willen tun und den Sohn wie den Vater ehren, damit der Vater durch den Sohn verherrlicht wird.....

Liebe Grüße von Ga-chen






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« Antworten #36 am: 02. Juni 2010, 09:55:29 »

Sind sie IHM gegenüber wirklich ungeteilt? Oder handeln sie nicht vielmehr nach den Anweisungen einer menschlichen Organisation? Legen sie wirklich als Einzige Zeugnis von Gott ab? Nur weil sie den Namen "Jehova" benutzen, der so nicht stimmen muss? Theologe Frank schrieb dazu mal eine Abhandlung, dass es darum geht, was dieser Name "bedeutet" und nicht, dass man ihn vor sich her trägt. Im übrigen sagte Jesus: "Ihr werdet MEINE Zeugen sein...."

'Meinen Zeugen' hatte ich mal meine Empfindung mitgeteilt, daß ich finde, sie benutzen den Namen so schematisch, so alltäglich und reduzieren damit die Heiligkeit seines Namens zu einer Banalität und manchmal auch zu etwas  abergläubisch Formelhaftem. Ich kann nicht wirklich abschätzen, ob meine Empfindung richtig sind, aber mir kam es so vor und hatte damit für mich Gültigkeit.
Die Antwort darauf? Lohnt sich nicht wiederzugeben, mir wurde etwas vorgespielt, so habe ich es gespürt, aber dies kann durchaus individuell bedingt gewesen sein.

Zitat von: ga-chen


"Aus Gott geboren" bedeutet die Zeugung durch den heiligen Geist als ein Kind Gottes, denn Gott ist Geist und wer sein Kind wird, muss auch aus "Geist" sein. So wohnt dann dieser Geist im Tempel unseres Körpers.

Wie können wir Geist sein, wenn doch das Konglomerat unserer 'Substanzen' so eng geflochten ist.
Wie macht der Heilige Geist sich in unserem Körper bemerkbar, wenn er dort wohnt? Ich höre es immer wieder von Christen, sie seien Wiedergeborene und der Heilige Geist würde sie anleiten. Meist nur Gerede, nach meiner Auffassung, denn 'tippt' man sie an, scheint sich der Geist sehr schnell verflüchtigt zu haben. Oder es ist etwas, was man in jeder Sekunde bewahren muß, ansonsten hat der Heilige Geist anscheinend Ausgang.

Zitat von: ga-chen
Aus Gott geboren wird, wer Jesus in sein Herz aufnimmt, oder wie die Bibel sagt, ihn als Herrn in seinem Leben annimmt. Genauer gesagt bedeutet es, ihm sein Leben zu geben, es ihm anzuvertrauen, um den weiteren Lebensweg mit ihm gemeinsam zu gehen. Damit einhergeht, dass plötzlich wie in einem Film an einem vorüberzieht, was im Leben nicht in Ordnung war, die Reue darüber und die Umkehr zu Gott mit dem Vorsatz nicht mehr zu sündigen. Ach und ja, zu erkennen, zu spüren, zu wissen, dass Jesus für mich, ja wirklich für MICH persönlich gestorben ist, um meine Schuld wegzunehmen. Danach kann das eigene Leben vor Gott ganz neu beginnen, aus dem Geist Gottes neu gezeugt, durch die neue Geburt von oben.....

Nicht mehr zu sündigen? Hmm, die Gravitation der Sünde ist aber da und nicht zu sündigen, erscheint mir nur für wirklich Heilige möglich zu sein. Sünde hat auch einen Wohlfühlfaktor, der nicht zu unterschätzen ist, das macht es so schwer.

Zitat von: ga-chen
Hast du Gott vor dem Bibellesen mal gebeten, dir durch den heiligen Geist das Verständnis der Schrift aufzuschließen? Er sagt uns zu, dass er uns den Geist geben wird, wenn wir ihn nur darum bitten....

Ui, jetzt geht es in tiefere Gewässer, hoffentlich reicht da mein Freischwimmer-Zeugnis  Smiley     Ja, also, schon, aber..
Ich weiß nicht so recht, ich habe Zweifel, denn ich lese so viel Auslegungen und Interpretationen, die alle durch den Heiligen Geist zustande gekommen sein sollen, daß ich nicht in der Lage bin zur  Wahrheit durchzudringen. Es gibt auch Passagen in der Bibel vorzugsweise im AT, die ich als dunkles Kapitel deute und die ich überhaupt nicht verstehe. Ich will es mal so ausdrücken, die helle, geläuterte Empfindung der Wirksamkeit im NT wird regelmäßig zugedeckt von einem fremden und dunklem Eindruck des AT. Destruktive Interferenz würde man wohl sagen, weil man den Eindruck bekommt, Gott hat zwei Gesichter und eines davon läßt sich nur schwer als liebevoll bezeichnen.
 
Zitat von: ga-chen

Ich finde, dass es genau andersherum ist! Er nimmt uns so an wie wir sind mit all unseren Schwächen und Fehlern. Und das genau ist das Wunderbare - denn ER hat uns zuerst geliebt! Und dann beginnt er an unserem Herzen zu arbeiten, wenn wir ihn lassen.....


Ga-chen, das hast du schön gesagt. Ich fühle mich mit meinen Zweifeln etwas versöhnt, denn ich glaube, er arbeitet schon.









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« Antworten #37 am: 02. Juni 2010, 17:19:56 »

@Bootsektor

"nicht mehr zu sündigen" (ich wiederhole mich da)

Ich bin ohne Sünde und sündige nicht (mehr). Eine provozierende Aussage - sicher.

Sünde ist für mich ein (eingeredetes) Schuldgefühl. Wenn ich mir vergebe, kann ich auch meinem nächsten vergeben. Renn ich aber mit Schuldgefühlen durchs Leben, werde ich krank. Das ist für mich die eigentliche Botschaft des Jesus von Nazareth.

Beispiel Reinkarnation
Wenn ich davon überzeugt bin, dass immer ein Ausgleich erfolgt (in einem Leben ermorde ich dich, im nächsten du mich usw.), dann verlieren die einzelnen Schicksale an Bedeutung. Ich kann sie annehmen und durchbrechen. Wird mir der Zusammenhang bewußt, kann ich entscheiden: ich bringe dich zur Abwechslung mal nicht um und durch breche die Kette. Alles bekommt einen andere Gewichtung.

Sünde, insbesondere die beliebte Erbsunde funktioniert anders, fast pervers.
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« Antworten #38 am: 07. Juni 2010, 14:46:40 »

@Bootsektor

"nicht mehr zu sündigen" (ich wiederhole mich da)

Ich bin ohne Sünde und sündige nicht (mehr). Eine provozierende Aussage - sicher.

Ja, das ist es wohl, denn uns Menschen gelingt es nicht! Drum können wir vor Gott nur als gerecht dastehen durch Jesus Christus!

Zitat
Sünde ist für mich ein (eingeredetes) Schuldgefühl.


Für mich nicht, jedoch Usus bei Religionen, um Macht über Menschen zu gelangen. Sünde ist für mich das Empfinden, nicht immer richtig gehandelt zu haben, Menschen zu verletzen, ohne es zu merken...etc....

Zitat
Wenn ich mir vergebe, kann ich auch meinem nächsten vergeben. Renn ich aber mit Schuldgefühlen durchs Leben, werde ich krank. Das ist für mich die eigentliche Botschaft des Jesus von Nazareth.

Ja, Ricarda, das sehe ich auch so! Dass wir uns auch selbst vergeben müssen, wusste ich gar nicht, erst letztens machte mich eine Glaubensschwester, die auch Seelsorge macht, darauf aufmerksam. Ich hatte mich schon gewundert, dass mir ein Ereignis immer noch anhängt, obwohl ich wusste, dass Gott mir vergeben hat - ich hatte mir selber nicht vergeben....Seit ich es tat, geht es mir damit gut!

LG Ga-chen
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« Antworten #39 am: 07. Juni 2010, 18:42:27 »

OK Ga-chen,

das reizt mich zu einer Provokation. (Nicht böse sein).

Gott heißt Mächtiger. Als Gott dir vergeben hatte, ging es dir nicht gut. Erst als du selbst dir vergeben hast, ging es dir gut.
Die Frage ist doch: wer oder was hat Macht über dich? Was läßt du zu? Über dich hat Gott (außerhalb von dir) Jesus usw. Macht, obwohl du dich dadurch nicht gut gefühlt hast (was ich logisch finde, da fremdbestimmt).

Über mich habe ausschließlich ich Macht. Ich lasse nichts anderes mehr zu. Ich bestimme, was ich denke, was ich fühle, was ich tue, was ich unterlasse und übernehme dafür die Verantwortung. Ich habe die alleinige Macht über mich. Fazit: ich bin Gott Grinsend (Jedenfalls meiner Zwinkernd)
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« Antworten #40 am: 07. Juni 2010, 19:07:20 »

Über mich habe ausschließlich ich Macht. Ich lasse nichts anderes mehr zu. Ich bestimme, was ich denke, was ich fühle, was ich tue, was ich unterlasse und übernehme dafür die Verantwortung. Ich habe die alleinige Macht über mich. Fazit: ich bin Gott Grinsend (Jedenfalls meiner Zwinkernd)

WOW, Ricarda!
W i e    geht das??  Ich muss schon wieder einmal "groß schauen"  Schockiert ...

Ich für mich denke (und meine Gehirnzellen arbeiten jetzt heftig ...  Zwinkernd ) ... wir leben in einer Gesellschaft, eingebettet in vielen Systemen, in unseren Familien usw. - da stelle ich mir das nicht so leicht vor.
Wenn ich an mich in meinem Umfeld denke, kann ich nicht immer so leben, dass ich "mein ICH" nach vorne stelle. Vielleicht immer öfter?? In Zukunft??

Mal' sehen, was ich hier noch lernen kann ...  Zwinkernd
Liebe Grüße ...

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« Antworten #41 am: 07. Juni 2010, 19:15:21 »

Oh das ist schon so asbach. Zieh dir mal ein paar Kirschners rein, angefangen mit diesem:

http://www.amazon.de/Die-Kunst-ein-Egoist-sein/dp/3426822946

(Wer einen Kirschner kennt, kennt sie alle Ärgerlich) Wer keinen kennt, hat ein Problem.

@Kety
(((und ich bin trotzdem Zeugin geworden)du weißt schon)hab ich Schläge verdient, oder? Aber meine beiden Jüngsten würden ohne nicht leben - bin geteilt.)
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« Antworten #42 am: 07. Juni 2010, 19:23:57 »

Oh, oh ... "Die Kunst ein Egoist zu sein" ... ich bin eher auf der Welle "Die Liebe, die heilt" oder so ...
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« Antworten #43 am: 07. Juni 2010, 19:37:36 »

Zitat
Oh, oh ... "Die Kunst ein Egoist zu sein" ... ich bin eher auf der Welle "Die Liebe, die heilt" oder so ...

*grins* jetzt bin ich wieder im vergangenen Wochendend und bei dem Gespräch vor dem fast alle ein flaues Gefühl im Bauch hatten... (insider)
Aber bei meinem Gespräch wurde mir gesagt: ---ich liebe mich--- ich weiß das ist ganz schön egoistisch---

Die Liebe die heilt ist das selbe wie Egoismus, nur netter Ausgedrückt :-)
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« Antworten #44 am: 07. Juni 2010, 19:50:39 »

Die Liebe die heilt ist das selbe wie Egoismus, nur netter Ausgedrückt :-)

@Kety,
das verstehe ich ein bisschen anders ... übrigens, "es ist ein so schönes Gefühl, sich im Anders-Sein und Anders-Denken ergänzen zu können" ...

nun, wenn ich denke "die Liebe, die heilt ... " dann schließt das viel mehr für mich ein.
Dann stelle ich mich nicht in den Vordergrund, sonders beziehe mein Umfeld mit ein. Ich nehme den anderen in seiner Person und mit all' dem was er tut, mit Respekt wahr. Da steht für mich noch etwas Größeres dahinter - zum Beispiel der Austausch mit anderen, das Geben und Nehmen, die gegenseitige Anerkennung oder das Achten des Gegenübers ...


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« Antworten #45 am: 07. Juni 2010, 20:07:01 »

Du sollst deinen Nächsten lieben "wie dich selbst" setzt voraus, dass du sich zuerst selbst liebst. Hast du Haßgefühle gegen dich (z. B. borderliner), dann liebst du dich nicht und kannst andere gar nicht lieben. Das eine setzt das andere voraus. Wer das verstanden hat, weiß, dass Eigenliebe auch für die Liebe zu anderen gut ist.

(Man muss die Aussagen der Bibel schon korrekt lesen Zwinkernd)

@Kety
jaja, so war das gemeint Küsschen
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« Antworten #46 am: 07. Juni 2010, 20:26:03 »

Du sollst deinen Nächsten lieben "wie dich selbst" setzt voraus, dass du sich zuerst selbst liebst. Hast du Haßgefühle gegen dich (z. B. borderliner), dann liebst du dich nicht und kannst andere gar nicht lieben. Das eine setzt das andere voraus. Wer das verstanden hat, weiß, dass Eigenliebe auch für die Liebe zu anderen gut ist.

Ricarda,
ja, das ist mir völlig klar! Zum Glück habe ich keine Hassgefühle gegen mich selbst ... und gerade deshalb, möchte ich "Liebe ausstrahlen" und nicht "Egoismus" - Liebe ist für mich sanft, weich, berührend, authentisch, verbindend - Egoismus empfinde ich als hart, kalt, konstruiert, zerstörend ...

(Man muss die Aussagen der Bibel schon korrekt lesen Zwinkernd)

Ja, und dort wird die Liebe doch so schön mit ihren Eigenschaften beschrieben ...

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« Antworten #47 am: 07. Juni 2010, 21:46:29 »

Ego-ismus

wer sagt denn, dass das kalt sein muss? Sein Ego zu lieben heißt doch auch, zu sich selbst zu stehen. Wenn ich mich bemühe, ein guter Mensch zu sein, und das toll zu finden, was ist daran kalt oder falsch?

Du verwechselst Egoismus mit Egozentrik. Egoismus wahrt die eigenen Interessen gegenüber denen der anderen. Egozentrik dagegen stellt die eigenen Interessen vor die der andern. Gesunder Egoismus wägt ab.

Es gibt dafür in Literatur und Film so viele schöne Beispiele. Wenn ein alter Mensch anstelle eines Jungen stirbt, weil der noch sein ganzes Leben vor sich hat, eine werdende Mutter sich erwählt lieber ihrem Kind eine Chance zu geben....

das könnte man sicher unendlich fortsetzen.

Es geht in diesem Buch keinesfalls um Egozentrik, sondern um Verantwortung. Verantwortung für mich selbst - und die anderen. Sich bewußt sein über das eigene Sein und Fühlen und das der anderen. Selbstbestimmt leben oder fremdgesteuert. Darum, Entscheidungen zu treffen - und zwar bewußt - und die Konsequenzen zu tragen - auch bewußt - und nicht sich treiben zu lassen nach dem Motto: man kann ja sowieso nichts ändern. Man kann immer!!!!
« Letzte Änderung: 07. Juni 2010, 21:48:28 von Ricarda » Gespeichert
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« Antworten #48 am: 07. Juni 2010, 22:09:30 »

Es geht in diesem Buch keinesfalls um Egozentrik, sondern um Verantwortung. Verantwortung für mich selbst - und die anderen. Sich bewußt sein über das eigene Sein und Fühlen und das der anderen. Selbstbestimmt leben oder fremdgesteuert. Darum, Entscheidungen zu treffen - und zwar bewußt - und die Konsequenzen zu tragen - auch bewußt - und nicht sich treiben zu lassen nach dem Motto: man kann ja sowieso nichts ändern. Man kann immer!!!!

... da bin ich nun sehr froh, dass doch auch "die anderen" miteinbezogen sind und es nicht ausschließlich um das Ego geht - bin richtig jetzt erleichtert und in meiner Wahrnehmung bestärkt  Smiley
... Liebe geht also über das Ich hinaus ...

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« Antworten #49 am: 07. Juni 2010, 22:27:12 »

Naja, so wie die Bibel sagt, erst ich dann du.

Liebe deinen Nächsten wie dich selbst, setzt immer voraus, dass du dich liebst. Andersrum geht es nicht.

Und was ist mit dir? Kannst du dich lieben? Findest du dich: genial, einzigartig, lebenswert, liebenswert, so individuell, dass du in der Lage bist, dich sowohl als einzigartig, als auch als Teil des Gesamten zu begreifen. Siehst du deinen Platz im Teil des Ganzen? Darum geht es - letztlich - sich sowohl als Individuum, als auch als Teil des Ganzen zu begreifen. Es ist für uns ein geistiger Spagat.
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