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Autor Thema: Hipi - der Hilfspionierdienst  (Gelesen 9674 mal)
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Ricarda
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« am: 22. August 2009, 16:12:26 »

Ein besonderes Vorrecht, vorher Jehova das Versprechen zu geben in einem Monat 60 Stunden von Haus-zu-Haus zu gehen. Muss vom Dienstkommitee ernannt werden, wird öffentlich in der Versammlung bekannt gegeben und dient der Ermunterung der Brüder.

Vorbildliche Brüder und Schwestern führen ihn mindestens einmal im Jahr durch, am liebsten zur Zeit des Gedächtnismahls. Sie sollen von allen in der Vesammlung unterstützt werden. Zeugen gehen fast immer zu Zweit. Die Brüder der Versammlung helfen den Hilfspionieren dadurch, dass sie sich mit ihnen verabreden. Findet ein Hilfspionier keinen Partner für den Predigtdienst und muss allein gehen, dann kann er sehr entmutigt sein und womöglich sein Ziel nicht erreichen, was bedeuten würde, ein Gelübde, dass er Gott geleistet hat, nicht erfüllt zu haben.

Beliebte Lieblingsausrede einen Hipi nicht zu unterstützen: "Ich bin schon verabredet. Tut mir Leid." Die Pioniere sollen Hipis unterstützen. Pionier sind nur halbtags tätig und gehen 1.000 Stunden im Jahr, das entspricht etwa 90 im Monat.
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Sylke
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« Antworten #1 am: 22. August 2009, 17:16:43 »

Wow, und das wolltest du sein?

Braves Missionartätigtum...
erinnert mich etwas an Tom Sawyer, der den Zaun streichen sollte. Und es seinem Kumpel so richtig schmackhaft machte, so daß der sich drum riß, es tun zu dürfen...

also, wenn ich ehrlich bin, von den Dingen, die Pflicht sind, tu ich meist nur so viel, wie ich muß. Bin wohl ne echt faule socke. Das war übel, als es bei uns an die Examen ging. Aber außerhalb der Pflciht bin ich da viel besser (ich habe mutmaßlich doppelt so viel gelesen wie die anderen Studies, nur eben nicht unbedingt das Vorgeschriebene seitens der Profs).
manchmal kann man auch noch dazulernen. Es hat ein jahr gedauert, bis ich damals kapierte, daß die Hunderunde mit meinem hund keine ungeliebte Pflicht ist, sondern eine zeit des Friedens, ein Geschenk.
Mensch ist ja lernfähig ,-)

Da fällt mir auf, daß das zeitlich sogar einigermaßen übereinstimmt. Wenn ich früh und abends ne Stunde mit dem Hund lief (im Winter in der Kälte wars weniger...), komm ich auch so ungefähr auf 60 h im Monat. Die ich meiner Gesundheit gönnte und meinem Hund...
« Letzte Änderung: 22. August 2009, 17:18:17 von Sylke » Gespeichert
Ricarda
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« Antworten #2 am: 22. August 2009, 18:14:13 »

Ich war Dauer-Hipi.

Fast zehn Jahre habe ich mich jeden Monat um den Hipi beworben. Wurde ich nicht ernannt, weil eines meiner Kinder ohne den zweiten Socken in der Versammlung saß Ärgerlich die Haare meines Mannes auf den Kragen stießen, das Auto nicht noch vor der Versammlung frisch gewaschen war oder die Gänse auf den Weg zum Haus einen Klecks hinterlassen hatte (ich könnte die Liste fortsetzen), dann flossen Tränen, fand ich es ungerecht, stritt mit meinem Mann, empfand es als Schikane (was es auch war) - und ging trotzdem 60 Stunden, weil ich es ja Jehova versprochen hatte (hier kommen wir wieder zum isebelschen Geist) und wurde dann im nächsten Monat wieder nicht ernannt, bis der Kreisaufseher kam und die Ältesten zusammenpfiff Lächelnd
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Kety
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« Antworten #3 am: 25. August 2009, 09:02:39 »

Hipis und Pioniere sind auch die glänzenden Vorbilder!

Wo ander Jugendliche so sein wollten wie Madonna und co. Träumen Zeugen-Mädchen vom Hipi und Pionierdienst. :Smiley
Warscheilich weil dann auf einen nicht herabgeschaut wird, sondern du in der Hirachie steigst. Als ein Mädchen einer alleinerzeihenden Mutter ohne Bruder, Vater oder Onkel bist du eh in der Untersten ZJ- schicht angekommen...
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Sylke
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« Antworten #4 am: 25. August 2009, 10:57:18 »

ah, sozusagen sippenhaft.

Nun ja.

ich finde ja Madonna auch nciht grad als das leuchtende Vorbild.
Das Problem ist ja, daß für Mädchen die Rollenmodelle leider noch ziemlich blöd sind...

Ausnahmen gibt es. Ich guck mich ja gerade durch Stargate SG1, um mein Englisch aufzupolieren (bringt wirklich was... demnächst gehts mit frz los, die 10. Staffel bietet nämlich auch frz als Fremdsprache an, und e swird zeit für mich, bissl fluider zu werden, ich lebe hier ja im frz-sprachigen Raum).
Und da ist ne Frau die Fachfrau für die ganzen klugen Sachen. Wers kennt, Samantha Carter, die Astrophysikerin.

endlich mal ene, die nicht so ein Häschen ist, nicht so unterworfen, sondern selbstbewußt und intelligent- und gebildet.
Ich hab zwar troztdem noch Kritikpunkte, aber diese Figur ist sehr gut gestaltet und in sich konsistent und lebensecht.

Ratet mal, warum sich die Mädels immer so unterbuttern lassen sollen.... das ist kein Zufall...


Aber an diesem HiPi-Dienst kann man sehr gut sehen, daß mit Psycho-Tricks gearbeitet wird, um die Leute zu bestimmtem Verhalten zu kriegen.

Echt, ich wäre schon nach ner Woche wegen Faulheit ausgestiegen. Und das, obwohl ich mit Menschen gerne rede... macht mir spaß. Selbst in einer schwierigen Fremdsprache.
Aber nicht zu jedem dämlichen Thema, nee das nicht.

kauft Euch nen Hund ;-)
Mit dem Hund zurechtzukommen kann man lernen, da ist keine zauberei dabei. Und es ist gesünder, mit ihm durch die Gegend zu ziehen.... ;-)
man kommt mit anderen hundefreunden ins Gespräch... eventuell sinnvollere gespräche ;-)
und man tut was für seinen Kreislauf.. frische Luft... und hat neben sich einen guten Freund, der einen nicht so beschämen würde  - niemals!
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« Antworten #5 am: 01. September 2009, 14:56:52 »

Ricarda,
nimm es mir nicht übel:

Pioniere waren für mich immer die Drückerkolonne der WTG...
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Ricarda
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« Antworten #6 am: 01. September 2009, 17:19:19 »

@Hook

nö, nix gedrückt. Renate Baumunk hat mit mir extra im Hipi Zeitschriftenrouten zum Schwerpunkt gemacht, weil es bei mir sogar bei den HB´s ein echter Schwachpunkt war.
Ich hatte teilweise mehr als 20 HB´s und null Zeitschriftenabgabe. Da meinte der Sekretär, hier könne doch etwas nicht stimmen. Ich habe dann meinen HB´s die Routen einmal im Monat gebracht Ärgerlich

Und dem Sekretär habe ich erzählt, dass ich immer Schwache unterstütze, die meinen HB´s Zeitschriften geben dürfen, damit sie nicht mutlos werden. Nein, mir waren die Menschen in meinem Gebiet sehr wichtig. Hatte ein Gebiet über 12 Jahre, kannte jedes Familienglied und habe Geburt und Konfirmation der Kinder erlebt.
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offthehook
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« Antworten #7 am: 01. September 2009, 22:36:54 »

Ich habe erlebt, wie Pioniere den Leuten gleich 4 Zeitschriften in die Hand gedrückt haben.

Das fand ich völlig "neben der Spur".

Ich war aber auch nie ein WT-Zeuge, sondern ein Bibel-Zeuge.

Ich habe die WTG als notwendiges Übel betrachtet...

.
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